Kommentare rss

Warum die Software-Krise die Versicherer beunruhigen sollte

Herbert Frommes Kolumne

Viele Versicherer stecken mitten in milliardenschweren IT-Modernisierungen. Sie setzen auf etablierte Softwareanbieter, die Kernsysteme, Schadenbearbeitung, Bestandsführung und Datenanalyse liefern. Ausgerechnet diese Anbieter geraten derzeit an den Börsen unter Druck. Die Kurse wichtiger Softwarefirmen sind deutlich gefallen, nicht nur die von Versicherungsspezialisten. Investoren bezweifeln zunehmend, ob ihre Geschäftsmodelle im Zeitalter der künstlichen Intelligenz dauerhaft sind, schreibt Herbert Fromme.

Commercial Courts in Deutschland: Neue Wege für Haftpflichtversicherer

The Long View – Der Hintergrund

Im vergangenen Jahr hat Deutschland an ausgewählten Gerichten sogenannte Commercial Courts eingeführt. Sie sollen komplexe wirtschaftsrechtliche Streitigkeiten effizient und kompetent verhandeln. Ihre Nutzung ist freiwillig, der Streitwert muss mindestens 500.000 Euro betragen. Versicherer müssen hier abwägen. Es gibt große Chancen, etwa durch die Internationalität und höhere Vertraulichkeit, aber auch Risiken, schreibt Sven Holzhauer, Teamleiter für den Bereich Architekten- und Ingenieurshaftpflicht bei Pro Global.

Warum 2026 der KI‑Durchbruch gelingt

Meinung am Mittwoch

2026 ist mehr als der nächste Hype-Zyklus und als ein weiteres KI-Jahr mit ein paar zusätzlichen Chatbots. Es wird das Jahr, in dem KI in der Versicherungsbranche von der netten Marketing-Folie oder dem kleinen Piloten zur festen Infrastruktur wird, schreibt Simon Moser, Mitgründer und CEO des KI-Spezialisten Muffintech.

Wenn Zuhören zum Wettbewerbsvorteil wird

Digitaler Dienstag

Zu oft bedeutete Digitalisierung bislang im Kundenservice Standardisierung – und damit eher schlechtere statt besserer Servicequalität. Doch die Zukunft des Kundenservice liegt nicht darin, schneller zu sprechen, sondern besser zuzuhören. Voice AI, eine künstliche Intelligenz, die Menschen versteht und mit ihnen kommuniziert, kann genau das ermöglichen, wenn wir sie als Werkzeug für Verständlichkeit, Nähe und Relevanz begreifen, schreibt Sylvia Eichelberg, Chief Operating Officer der Barmenia Gothaer.

Sommerhaus der Stars gegen das arbeitende Volk?

Kommentar

Der neue Munich-Re-Chef Christoph Jurecka weiß gar nicht mehr, wann er sich selbst das letzte Mal krankgemeldet hat. Das wissen wir dank einer kurzen Umfrage des Business Insiders. Die Debatte, die aus diesem Beitrag entstanden ist, ist so polarisiert wie die gesamte aktuelle Diskussion um den hohen Krankenstand. Doch damit ist niemandem geholfen, schreibt Katrin Berkenkopf.

Das Ende des ewigen Widerrufsrechts

Legal Eye – Die Rechtskolumne

Der vom Bundestag beschlossene Gesetzentwurf zur Änderung des Verbrauchervertrags- und des Versicherungsvertragsrechts markiert das Ende des sogenannten ewigen Widerrufsrechts bei Verträgen, die im Fernabsatz oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen werden. Auch wenn keine kurzfristige Entlastung der Lebensversicherer in Bezug auf Altverträge zu erwarten ist, entfaltet die Reform strukturelle Wirkung – etwa mehr Klarheit in der Rückstellungspraxis, schreibt Anna-Catharina von Girsewald von der Kanzlei Oppenhoff & Partner.

Generali-Kronprinz im Fokus

Was die Woche bringt

An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: SZ-Versicherungstag unter anderem mit einem Dinnerspeech von Giulio Terzariol sowie die Jahresmedienkonferenz des GDV

Munich Re: Das vergiftete Abschiedsgeschenk

Herbert Frommes Kolumne

CEO Joachim Wenning hat die Munich Re mit einem Rekordgewinn verlassen und die Führung an Christoph Jurecka übergeben. Für die kommenden fünf Jahre verspricht das noch von Wenning verantwortete Zukunftsprogramm „Ambition 2030“ weiter stark steigende Gewinne. In einem spürbar weicher werdenden Markt ist das kaum zu schaffen. Die großspurigen Ankündigungen sollen die Kapitalmärkte gewogen halten, inzwischen ohnehin die wichtigste Zielgruppe der Munich-Re-Führung. Wennings Abschiedsgeschenk ist vergiftet, schreibt Herbert Fromme.

Der Deal ist erst der Anfang: Plädoyer für eine Differenzierung von Wachstumsstrategien

Meinung am Mittwoch

Wer jedes anorganische Wachstum undifferenziert und vorschnell als Machtkonzentration deutet, übersieht die strategischen Unterschiede hinter Akquisitionen. Denn zwischen reiner Größensuche, Verdrängung und kundenzentriertem Leistungsaufbau liegen Welten, schreibt Ralph Rockel, Vorstandssprecher der MRH Trowe AG Holding. Entscheidend ist nicht die Zahl der Zukäufe, sondern dass Wachstum echten Mehrwert für Kunden bietet – und nicht nur bloße Hülle bleibt. Denn die eigentlichen Erfolgsfaktoren sind Integration, organisches Wachstum und operativer Nutzen.

Jetzt gibt’s was auf die Ohren

Nachschlag – der aktuelle Kommentar

Nach dem großen Erfolg von „Wie riecht Versicherung?“ jetzt ein weiterer Teil der Serie „Versicherung mit allen Sinnen erleben“: „Wie klingt Versicherung?“ In der Hauptrolle: Barmenia Gothaer und ihre neue „Sound Brand". Aufbruch, Leidenschaft, Stärke, Menschlichkeit, Wärme, Haltung und Verlässlichkeit – all das komprimiert in vier Sekunden.

Verena_Brenner_prothinx

Ist „Digitaler Dienstag“ noch zeitgemäß?

Digitaler Dienstag

Kolumnen sind ein gutes Format, um verschiedene Perspektiven zu relevanten Themen zusammen zu bringen. Doch einmal pro Woche über Digitalisierung zu sprechen ist, als würde man einmal pro Woche ans Atmen erinnern: Atmen ist überlebenswichtig, aber nicht nur dienstags, schreibt Verena Brenner, Geschäftsführerin des Technologiedienstleisters Proth!nx. Braucht Digitalisierung in der Versicherungsbranche wirklich eine eigene Kolumne?

„Jeder gegen jeden“ – Das Abwehrkostenrisiko im Aufsichtsratshaftungsfall

Legal Eye – Die Rechtskolumne

Die jüngsten Ausführungen des Bundesgerichtshofs zur haftungsrechtlichen Verantwortlichkeit des Aufsichtsrates geben Anlass, die Besonderheiten zu betrachten, die sich bei der versicherungstechnischen Behandlung von Aufsichtsratshaftungsfällen in der D&O-Versicherung zeigen, schreibt Sören Rettig, Geschäftsführer und COO des D&O-Spezialisten VOV. Schließlich besteht ein hohes Risiko, dass die Versicherungssumme einer Unternehmens-D&O nicht ausreicht – vor allem, wenn „jeder gegen jeden“ seine Rechte sichern will.

D&O: Wann kommt die Korrektur?

Was die Woche bringt

An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Euroforum-Jahrestagung Haftpflicht in Köln, Pressegespräch „Risiken im Fokus 2026“ der BaFin und Jahreskonferenz der Eiopa

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner