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BaFin mit Ratschlägen für Finfluencer

Finfluencer geben in den sozialen Netzwerken Tipps und Hinweise zu Geldanlage, Versicherung und Kryptogeschäften, eine spezielle Erlaubnis der Aufsicht brauchen sie dafür in der Regel nicht. Die Finanzaufsicht BaFin hat gemeinsam mit anderen europäischen Aufsichtsbehörden jetzt ein Papier veröffentlicht, in dem die Aufseher Hinweise geben, wie sich Finfluencer im Netz rechtssicher bewegen, welche rechtlichen Pflichten sie bei der Werbung für Finanzprodukte haben und welche Fallen sie meiden sollten.

Swiss Re: Keine Entwarnung bei Haftpflichtschäden

Die Swiss Re sorgt sich weiter um die Liability Excess Inflation, also den Anstieg der Schadenkosten für Haftpflichtfälle, der nicht auf ökonomischen Faktoren beruht. Der Rückversicherer betrachtet die USA nach wie vor als Epizentrum für die sogenannte soziale Inflation, doch auch in anderen Ländern könnte es zu ähnlichen Entwicklungen kommen, heißt es in einer aktuellen Studie. Deutschland ist – ebenso wie Japan – allerdings kaum betroffen.

GDV-Geschäftsführung

GDV beim Lobbybudget weiter vorn

Mit rund 15,3 Mio. Euro ist der Versichererverband GDV branchenübergreifend weiterhin unangefochten die Organisation mit dem größten Budget im Lobbyregister des Bundestags. Das zeigt der aktuelle Bericht der Bürgerbewegung Finanzwende. Auf der Rangliste der Finanzunternehmen folgen auf den GDV vier Bankenverbände. Der Verband der privaten Krankenversicherung PKV belegt mit 1,9 Mio. Euro Rang sechs. Die Allianz ist die „heimliche Nummer drei“.

Trumps Big Beautiful Bill treibt Krankenversicherungspreise in neue Höhen

Krankenversicherung ist in den USA sehr teuer, für Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner werden sich die Kosten dieses Jahr noch einmal mehr als verdoppeln. Das Wegfallen von Steuervorteilen durch das Steuergesetz „One Big Beautiful Bill Act“ von Präsident Trump wird zu durchschnittlichen Kostenerhöhungen von 114 Prozent führen. Hinzu kommen erhebliche Prämienerhöhungen von Seiten der Versicherer.

GDV: Naturkatastrophenschäden deutlich geringer

Die Versicherer melden weniger Schäden durch Naturkatastrophen im laufenden Jahr. Nach vorläufigen Zahlen des Branchenverbands GDV fallen sie rund 3 Mrd. Euro geringer aus als 2024. Die Versicherer betonen aber, dass die klimabedingten Extremwetterereignisse insgesamt zunehmen. Weil viele Hausbesitzer keinen Schutz gegen Überschwemmungen und andere Elementarereignisse haben, gibt es Forderungen nach einer Versicherungspflicht.

Der Rückblick auf 2025, Teil 2: Übernahmen, Captives und Cyberattacken

Naturkatastrophen, politischer Druck und teure Risiken stellen die Versicherungsbranche auch im Sommer auf die Probe. Von Mai bis August reicht die Spanne von Kapitalproblemen beim Bäckerei-Versicherer SHB und der Suche nach einem Käufer über den Boom firmeneigener Versicherer – Captives – bis zu spektakulären D&O-Fällen. Gleichzeitig verschärft die BaFin den Ton im Vertrieb, Munich Re verlässt Klimainitiativen, und Cyberangriffe treffen erneut die Branche. Bei den Maklern eskaliert der Wettbewerb.

Klage gegen Aktivrente

Das Rentenpaket bleibt ein Unruheherd für die Regierungskoalition: Der Bund der Steuerzahler will gegen die Aktivrente klagen, weil Freiberufler und Selbstständige außen vor bleiben. Der Schritt kommt nicht überraschend, da es von Beginn an Warnungen gab, dass der geplante Steuerfreibetrag für Arbeitnehmer im Rentenalter gegen den Gleichheitsgrundsatz verstößt. Die Regierung will mit der Maßnahme einen Akzent gegen den Fachkräftemangel setzen.

Vergütung von Vorständen: Nachhaltigkeit immer wichtiger

Die deutschen Versicherer machen die Gehälter ihrer Vorstände immer stärker davon abhängig, wie gut das Unternehmen bei nachhaltigen Kriterien abschneidet. Das zeigt eine Umfrage der Kanzlei Flick Gocke Schaumburg und des Unternehmensberaters Kienbaum. Jährlich analysieren sie Trends in der Vergütung von Vorständen. Dabei spielen regulatorische Anforderungen eine zunehmend große Rolle. Allerdings sind sich die Aufsichten nicht immer einig.

BaFin schickt zweiten Sonderbeauftragten zum VdW Pensionsfonds

Weil es dem VdW Pensionsfonds nicht gelungen ist, zwei ausgeschiedene Vorstandsmitglieder zu ersetzen, hat die Finanzaufsicht BaFin jetzt den zweiten Sonderbeauftragten bei dem Unternehmen eingesetzt. Mitte November hatte sie bereits einen ersten Sonderbeauftragten entsendet, der sich um die Geschäftsleitung kümmern soll. Der kleine Pensionsfonds ist unter anderem auf Betriebsrenten für steuerbefreite Organisationen wie Industrie- und Handelskammern sowie Verbände spezialisiert.

Eiopa-Stresstest: EbAV halten Zinsschocks stand

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa zeigt sich zufrieden mit den Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV). Der erste Stresstest, der die Liquiditätsrisiken des Sektors geprüft hat, belegt: Die EbAV sind gut gerüstet, um plötzliche Marktturbulenzen zu bewältigen. Der Einsatz von Derivaten birgt aber Risiken. Eiopa-Chefin Petra Hielkema will die Liquidität der EbAV weiter beobachten, da sich deren Anlageverhalten verändert.

Kabinett beschließt private Altersvorsorge-Reform

Das Bundeskabinett hat den von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) vorgelegten Gesetzentwurf zur Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge und die Eckpunkte zur Umsetzung der Frühstart-Rente beschlossen. Beide Systeme sollen am 1. Januar 2027 starten, bei der Frühstart-Rente sollen staatliche Zulagen rückwirkend zum 1. Januar 2026 fließen. Die Versicherer begrüßen die Reform, auch wenn sie ihnen nicht in allen Details gefällt.

Lebensversicherer stabil, aber zinssensitiv

Deutsche Lebensversicherer verfügen über robustes Eigenkapital, reagieren aber zunehmend sensibel auf Zinsbewegungen, sagte der Analyst Carsten Zielke bei einem Pressegespräch. Außerdem stellen die von der Bundesregierung geplante Reform der Altersvorsorge auf der einen und die Zinsentwicklung auf der anderen Seite die Gesellschaften vor Herausforderungen, schreiben Zielke und sein Team des Beratungsunternehmens Zielke Research Consult in einer aktuellen Studie. Auch öffne sich die Schere zwischen starken und schwachen Anbietern am Markt weiter.

Nur moderate Finanzrisiken für Versicherer

Trotz eines von vielen Risiken geprägten Finanzsystems steht die Versicherungswirtschaft vergleichsweise gut da, glaubt der Gesamtverband der Versicherer (GDV). Die Unternehmen profitierten von soliden Solvenzquoten und einer normalisierten Zinsstrukturkurve mit höheren Laufzeitprämien für längerfristige Anlagen, schreibt der GDV in seinem aktuellen Finanzstabilitätsbericht. Insgesamt blieben aber auch Versicherer verwundbar. Für deutsche Anbieter sind klimabezogene Risiken ein zentrales Thema und ein strategischer Schwerpunkt.

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