Die meisten Brände auf Transportschiffen werden derzeit durch Lithium-Batterien ausgelöst. Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) fordert deswegen, dass die Chemikalie eine eigene Gefahrenklasse bekommt. Die aktuellen Vorschriften reichen dem Verband nämlich nicht aus – zumal das Volumen der Transporte steigt, und damit auch das Risiko.
Industrieversicherung
Swiss Re Corso erwirbt QBE-Einheit
Swiss Re Corporate Solutions übernimmt das Kredit- und Kautionsgeschäft von QBE in Australien, Neuseeland und Großbritannien. Der Zukauf soll rund 200 Mio. Dollar zusätzlichen Jahresumsatz bringen und so die globale Credit-and-Surety-Plattform stärken, schreiben die Schweizer in einer Mitteilung. Swiss Re-CEO Andreas Berger hatte bereits kürzlich im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor die Bedeutung des Kreditversicherungsgeschäfts unterstrichen.
Hackerangriff auf die Bahn verursacht große wirtschaftliche Einbußen
Das Buchungssystem der Deutschen Bahn ist Opfer einer DDoS-Attacke geworden und funktionierte mehrere Tage nicht oder nur eingeschränkt. Laut dem Cyberversicherungsexperten Hanno Pingsmann können solche Ausfälle zu Umsatzeinbußen in Millionenhöhe führen – pro Tag. Auch der Medienkonzern RTL Group ist wohl Opfer eines Hackerangriffs geworden. Die Angreifer behaupten, das Intranet des Unternehmens gehackt und persönliche Daten von über 27.000 Mitarbeitern gestohlen zu haben.
Maklermarkt: Große Diskrepanz zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung der Versicherer
Versicherer schätzen ihre Leistung in der Kooperation mit Maklern und Mehrfachagenten teilweise deutlich besser ein als die Vermittler, zeigt eine aktuelle Untersuchung der Versicherungsforen Leipzig. Die Studie veranschaulicht zudem die bevorstehende Konsolidierung bei den Maklerpools und den zunehmenden personellen Druck bei den Strukturvertrieben, die immer mehr Beschäftigte an Pools verlieren könnten.
Greco will bei KI „All in” gehen
Der Schweizer Versicherer Zurich blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Der Gewinn stieg deutlich und damit auch die künftige Dividende für Anteilseigner. Das teilte Zurich-Chef Mario Greco bei der Vorstellung der Jahresergebnisse 2025 mit. Das Unternehmen sei auf dem Weg, die Ziele für 2027 zu erreichen. Zurich sieht großes Potenzial in künstlicher Intelligenz (KI) und investiert derzeit massiv in die Technologie, unter anderem durch den Aufbau eines KI-Labors. Ein Stellenabbau sei nicht vorgesehen. „Wir wollen bei KI ‚All In‘ gehen“, kündigte Greco an.
Baobab holt sich Verstärkung für das Benelux-Geschäft
Der Cyber-Assekuradeur Baobab hat den früheren Beazley-Underwriter Adil Ozcelik an Bord geholt. Er soll sich um den Ausbau des Geschäfts in Belgien und Luxemburg kümmern. Personelle Neuigkeiten gibt es außerdem beim Softwareanbieter Fadata, dem Spezialversicherer LSM und dem Makler Brown & Brown.
HDI Global setzt sich neue Ziele
Der Industrieversicherer HDI Global will im neuen Strategiezyklus vor allem bei Spezialrisiken und in Nordamerika wachsen. Weitere Ziele im Rahmen der dreijährigen Strategie sind eine hohe Exzellenz im Kerngeschäft sowie die Sicherung des Rufs als einer der Top-Arbeitgeber der globalen Finanzbranche. Konkrete Zahlen zu den Zielen veröffentlicht das Unternehmen allerdings nicht.
HWF Partners: W&I-Schäden steigen
Im vergangenen Jahr haben europäische Unternehmen mit einer Gewährleistungsversicherung (W&I) mehr Schäden gemeldet als im Vorjahr. Das geht aus dem aktuellen Bericht des Spezialmaklers und Beraters HWF Partners hervor. Dabei sei mehr als die Hälfte der Schadenmeldungen auf Betrug und das Verschweigen von Informationen zurückzuführen. Angesichts dieser Ergebnisse betont HWF Partners die Relevanz von W&I-Policen und prognostiziert ein Wachstum in diesem Bereich.
MRH Trowe beginnt Integration von Privatkundengeschäft
Die Maklergruppe MRH Trowe bringt ihre beiden Zukäufe afm Holding und FP Finanzpartner in ein neu gegründetes Segment namens Private & Commercial Solutions ein und will künftig noch gezielter an wohlhabende Privatkunden herantreten. Das bestätigte das Unternehmen auf Anfrage des Versicherungsmonitors. MRH-Chef Ralph Rockel will auch weiter im Privatkundenbereich zukaufen.
Herausforderndes Risikoumfeld für globale Unternehmen
Das Risikoumfeld für global agierende Unternehmen ist auch im Jahr 2025 angespannt geblieben und hat sich zum Teil verschärft. Das hat der britische Makler und Berater Willis auf Basis der bei Alert:24, dem Sicherheits- und Krisenmanagement-Beratungsdienst von Willis, gemeldeten Vorfälle festgestellt. Demnach führten geopolitische Spannungen, wirtschaftlicher Druck und soziale Unruhen zu stärkeren Bedrohungen für Personen und Vermögenswerte. Unternehmen reagierten mit verstärkten Schutzmaßnahmen und Resilienzstrategien.
MSK: Captives sind gekommen, um zu bleiben
Firmeneigene Versicherer, sogenannte Captives, werden für Unternehmen immer beliebter, um Risiken zu managen. Laut der aktuariellen Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) gab es in den vergangenen zwei Jahren in Europa 60 Captive-Gründungen. Das Prämienvolumen steigt kontinuierlich, wenn auch langsamer als der Gesamtmarkt.
Hohe Schäden treiben Preise für Schiffshaftpflicht
Die Reeder werden bei der Erneuerung ihrer Schiffshaftpflichtversicherungen am 20. Februar 2026 erneut tiefer in die Tasche greifen müssen. Die sogenannten P&I Clubs, spezialisierte Gegenseitigkeitsversicherer, peilen wegen hoher Schäden allgemeine Prämienerhöhungen zwischen 5 und 8 Prozent an, berichtet die Ratingagentur AM Best. Gute Kapitalanlageergebnisse schüren aber auch die Hoffnung der Schiffseigner auf Prämienrückerstattungen und -rabatte.
Marsh: Industriepreise sinken weiter
Weltweit sind die Preise in der Industrieversicherung im letzten Quartal des abgelaufenen Jahres zurückgegangen – wie auch schon in den fünf Quartalen zuvor. Das zeigt der Global Insurance Market Index des Großmaklers Marsh. Doch der Trend gilt nicht für alle Sparten und Regionen. Außerdem könnten einzelne Events die Entwicklungen rasch verändern. Einen Ausblick für dieses Jahr wagt Marsh dennoch.














