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GDV reagiert auf Schäden durch Phantomfrachtführer

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Sogenannte Phantomfrachtführer setzen den Transportversicherern zu. Dabei übernehmen vermeintliche Frachtfirmen den Transport von Lkw-Ladungen und machen sich damit aus dem Staub. Weil die Schäden zuletzt stark zugenommen haben, plant der Gesamtverband der Versicherer (GDV) Änderungen der Musterbedingungen für die Verkehrshaftungsversicherung. Kunden sollen ihre Belegschaft über das Phänomen aufklären und im Schadenfall einen Selbstbehalt übernehmen.

Das Insurlab Germany stellt sich neu auf

Das Insurlab Germany richtet sich neu aus. Für den 2017 gegründeten Verein, der Innovation und Digitalisierung in der Versicherungsbranche voranbringen will, stehen künftig drei Kernthemen im Fokus. Dazu zählt auch die Frage, wie sich Projekte mit künstlicher Intelligenz skalieren lassen – ein Thema, das derzeit viele Versicherer umtreibt. Zudem soll die Praxisorientierung stärker in den Vordergrund rücken, erklärt Insurlab-Geschäftsführer Philipp Johannes Nolte.

Gut informierte Versicherte wechseln seltener

Zum 1. Januar 2026 haben rund 7 Prozent der Kundinnen und Kunden in der Kfz-Versicherung ihren Anbieter gewechselt. Das zeigt eine Erhebung der Unternehmensberatung Sirius Campus. Wenn die Versicherten vom Umfang der Prämienerhöhung überrascht werden, sind sie demnach wechselwilliger als die bereits vorbereiteten Versicherten. Allianz und HUK-Coburg gehören erneut zu den Versicherern, die am meisten Neugeschäft gewinnen konnten.

bAV: Nicht nur Mitarbeiterbindung, sondern auch Risikosteuerung

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) entwickelt sich immer stärker vom reinen Vorsorgeinstrument zum strategischen Steuerungshebel für Unternehmen, so eine neue Studie von WTW. Sie zeigt, wie Reformen, De-Risking-Strategien, Entgelttransparenz sowie Digitalisierung und künstliche Intelligenz die bAV verändern. Sie ist wichtig im Wettbewerb um Fachkräfte, muss aber kalkulierbar bleiben. In diesem Jahr stehen besonders viele Änderungen an.

KI sorgt für mehr Wirtschaftskriminalität

Die immer größeren Möglichkeiten durch künstliche Intelligenz sorgen dafür, dass Wirtschaftskriminelle erfolgreicher operieren. Die Schäden durch den sogenannten Fake-President-Betrug haben sich beispielsweise im vergangenen Jahr vervielfacht, berichtet der Kreditversicherer Allianz Trade. E-Mails könnten inzwischen mithilfe der KI täuschend echt nachgemacht werden, auch Deepfakes werden immer glaubwürdiger. Schützen könnten sich Unternehmen nur durch eine Mischung aus guter Unternehmenskultur und technischen Maßnahmen.

AM Best sieht Rückversicherer nicht mehr positiv

Als letzte der großen Ratingagenturen hat jetzt auch AM Best den Ausblick für die globale Rückversicherung heruntergestuft. Gründe für die Absenkung auf „neutral“ seien der zyklische Preisabschwung sowie große wirtschaftliche Unwägbarkeiten. Vor allem der US-Haftpflichtmarkt macht den Analysten Sorgen. Dass der Ausblick immerhin stabil ist, liegt an den strukturellen Verbesserungen im Markt in den vergangenen Jahren.

Stoïk sammelt 20 Mio. Euro ein

Der französische Cyber-Assekuradeur Stoïk hat in einer Series-C-Finanzierungsrunde 20 Mio. Euro eingesammelt. Das Geld will das Unternehmen in seine technologische Expertise investieren – und dafür auch neues Personal einstellen. Für den CEO Jules Veyrat ist es der nächste logische Schritt, immerhin sei das Geschäftsmodell inzwischen „belastbar belegt“. Die Investoren scheinen überzeugt, darunter ein Veyrat bestens Bekannter: sein Vater.

Sascha Brehm ist neuer Risikochef bei Munich Re

Leute – Aktuelle Personalien

Die Munich Re hat zum Jahresbeginn einen neuen Group Chief Risk Officer bekommen: Sascha Brehm folgt auf Markus Hummel, der den Chefposten beim konzerneigenen Vermögensverwalter Meag übernommen hat. Brehm übernimmt auch seinen Sitz im Verwaltungsrat der Züricher Tochter New Re. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Cyberspezialisten Baobab, dem Rückversicherungsmakler Guy Carpenter und dem österreichischen Makler Greco.

KI scheitert noch an fehlendem Vertrauen

Obwohl 69 Prozent der Versicherer weltweit künstliche Intelligenz (KI) einsetzen, gelangen nur 11 Prozent der entwickelten Use Cases in den Produktivbetrieb, schreibt der Berliner Automatisierungsexperte Camunda in einer aktuellen Studie. Das Problem liege im mangelndem Vertrauen der Gesellschaften in die Technologie: Viele Häuser befürchten, dass unkontrollierte KI-Agenten bestehende Prozessprobleme verschärfen könnten. Das führe dazu, dass der überwiegende Teil der eingesetzten KI-Agenten immer noch als Chatbots oder Assistenzsysteme arbeiten und keine geschäftskritischen Prozesse steuern.

Zurich bietet Milliarden für Beazley

Der Schweizer Versicherer Zurich hat dem britischen Spezialversicherer Beazley ein Übernahmeangebot in Milliardenhöhe unterbreitet und damit für viel Bewegung auf dem Kapitalmarkt gesorgt. Zu einem Kaufpreis von 1.280 Pence (14,72 Euro) je Aktie in bar will der Schweizer Konzern das in London ansässige Unternehmen vollständig übernehmen. Das Angebot entspricht einem Gesamtkaufpreis von rund 7,7 Mrd. Pfund.

Allianz steigt beim Kfz-Start-up Wrisk ein

Die Allianz vertieft ihre Beziehung zu Wrisk: Aus der 2019 gestarteten Kooperation im Kfz-Geschäft wird nun eine Beteiligung. Im Rahmen der Serie-B-Finanzierungsrunde steigt Allianz Holdings plc, die britische Holding der Allianz-Gruppe, als strategischer Investor bei der digitalen Plattform ein. Wrisk, ein Start-up aus London, ist auf eingebettete Versicherungen für den Automobilsektor spezialisiert. Die Mittel sollen in die internationale Expansion und den Ausbau der Daten- und Analysefähigkeiten fließen, heißt es.

Versicherer setzen auf Personalwachstum

Finanzdienstleister in Deutschland setzen trotz Effzienzgewinnen durch künstliche Intelligenz (KI) klar auf Personalaufbau. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Personalberaters Manpower aus Frankfurt. Demnach sind Versicherer und Banken die Unternehmen mit den höchsten Einstellungsquoten im deutschen Branchenvergleich. Das hat verschiedene Gründe.

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