Angesichts neuer Unsicherheiten rund um die Straße von Hormus reagiert der Versicherungsmarkt: Lloyd’s startet gemeinsam mit Chubb ein Kriegsrisiko-Konsortium mit milliardenschwerer Kapazität. Gleichzeitig sorgen neue iranische Durchfahrtsregeln für wachsende Sorgen bei Reedereien und Energieunternehmen.
Versicherer
BaFin: Viele Fonds- und Hybridpolicen immer noch zu teuer
In Sachen Effektivkosten und Kundennutzen hat sich bei Fonds- und Hybridpolicen einiges getan, viele Produkte sind aber immer noch zu teuer, moniert die BaFin. Unverändert problematisch ist die Kostenbelastung bei vorzeitiger Vertragsbeendigung. Außerdem hat die Aufsicht die Beteiligung an Risikoüberschüssen auf dem Kieker.
Lieferketten: Ein blinder Fleck der Versicherer?
Die steigende Gefahr durch Cyberattacken hat den Markt in den vergangenen Jahren aufgewirbelt. Einen Aspekt hat die Branche aber noch nicht ausreichend beachtet, sagten Expertinnen des Maklers Aon bei einer Fachveranstaltung: Folgeschäden an Lieferketten.
Verdi: Versicherungsangestellte fürchten um ihren Job durch KI
Fast die Hälfte der Beschäftigten in der Versicherungsbranche fürchtet, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) ihren Arbeitsplatz gefährdet. Das hat die Gewerkschaft Verdi in einer Umfrage unter den Belegschaften großer deutscher Versicherer ermittelt. Von der versprochenen Entlastung durch KI ist noch lange nichts zu spüren.
VW-Hauptversammlung stimmt für D&O-Vergleich
Die Aktionäre des Autokonzerns VW haben dem Vergleich des Unternehmens mit seinen D&O-Versicherern nach dem Dieselskandal zugestimmt. Damit endet ein langjähriger Prozess, der auch den Bundesgerichtshof auf den Plan gerufen hatte.
Wegen KI: State Farm sägt am Außendienst
State Farm-Chef Jon Fearney will alle Vertreter-Verträge kündigen und neu aufzusetzen. Das berichtet das Wall Street Journal. Sozialleistungen sollen gekürzt und Agenturen zusammengelegt werden. Offenbar wichtigster Treiber für diese Entscheidung: künstliche Intelligenz.
VGH profitiert von geringer Schadenlast, Kfz wieder in den schwarzen Zahlen
2025 konnten die Versicherer von niedrigen Naturkatastrophenschäden profitieren – das gilt auch für die VGH. In der Kfz-Sparte ist der Schadenaufwand allerdings erneut gestiegen. Trotzdem konnte der Versicherer in die Gewinnzone zurückkehren. In diesem Jahr wollen die Hannoveraner mit neuen Produkten punkten.
Unicredit will wohl Generali-Anteile aufstocken
Die italienische Großbank Unicredit will offenbar die Beteiligung am Versicherer Generali ausbauen. Unicredit-Chef Andrea Orcel hat einem Medienbericht zufolge beim Generali-Aktionär Delfin Holding vorgefühlt und einen Aktientausch angeboten. Auch eine andere Bank baut den Einfluss bei Generali aus.
Was VIG mit der Nürnberger vorhat
Die von der Vienna Insurance Group übernommene Nürnberger ist 2025 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Es gehe aber nicht nur darum, kurzfristig ein positives Ergebnis zu erzielen, sondern die Gesellschaft weiterzuentwickeln, betonte VIG-Aufsichtsratschef Peter Thirring beim Rückversicherungssymposium in Köln.
Ergo: Mit KI zu höherer Kundenzufriedenheit
Die Geschwindigkeit des Versicherers, vor allem im Leistungsfall, ist entscheidend für die Zufriedenheit von Kunden. Ein höheres Tempo und effizientere Prozesse will die Ergo verstärkt durch den Einsatz neuer Technologien wie die künstliche Intelligenz erreichen. Wie das läuft, demonstrierte der Versicherer in Düsseldorf.
Wann verlieren Versicherer und Vermittler die Kundenschnittstelle?
Kunden delegieren ihre Versicherungsangelegenheiten vollständig an die künstliche Intelligenz und interagieren nur noch über diese mit ihren Versicherern – ein solches Szenario ist durchaus denkbar, sagt Oliver Wyman-Experte Dietmar Kottmann. Was Versicherer und Makler noch schützt.
MSK: Schadeninflation bremst Kfz-Erholung
Nach Jahren hoher Verluste schreiben die Kfz-Versicherer wieder schwarze Zahlen. Doch diese Erholung steht auf wackligen Beinen, sagt Ralf Assenmacher, leitender Berater bei MSK. Während Beitragserhöhungen Wirkung zeigen, treibt die Schadeninflation die Kosten weiter hoch. Er ist trotzdem vorsichtig optimistisch für 2026.
Droht beim Altersvorsorgedepot Greenwashing?
Die Grünen interessieren sich dafür, ob die Bundesregierung bei der Riester-Reform das Risiko im Blick hat, dass Anbieter Produkte fälschlicherweise als nachhaltig bewerben. Beim Bund der Versicherten sieht man Greenwashing in der Finanzbranche als einen Grund für die Zurückhaltung von Sparern bei nachhaltigen Anlagen.















