Die Zurich Deutschland will nach Angaben von Finanzvorstand Torsten Utecht einen Teil des Lebensversicherungsbestands nicht um jeden Preis verkaufen. Der Versicherer will künftig das Specialty-Geschäft weiter ausbauen, nicht zuletzt durch die neue Konzerngesellschaft Beazley. Ehrgeizige Ziele hat Zurich Deutschland auch in einem weiteren Bereich.
Versicherer
Verbraucherschützer warnen vor Rückabwicklern und Vertragsoptimierern
Sie werben mit Slogans wie „Lebensversicherung erfolgreich rückfordern“ oder „Bis zu 200 Prozent mehr aus Ihrem Vertrag holen“. Doch die Aussagen solcher Rückabwickler und Vertragsoptimierer halten selten, was sie versprechen, warnt die Verbraucherzentrale Hamburg. Oft gibt es weniger Geld als bei einer Vertragskündigung.
Telekom-Captive erhält BaFin-Lizenz
Die Telekom hat grünes Licht von der Finanzaufsicht BaFin für die Gründung ihrer Rückversicherungs-Captive mit Sitz in Köln erhalten. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor sprechen die Telekom-Versicherungsexperten Wolfgang Kocybik und David Bruckschen darüber, was sie mit dem firmeneigenen Rückversicherer vorhaben.
Deutlich mehr Beschwerden über Versicherer
Im vergangenen Jahr sind bei der Finanzaufsicht BaFin rund 46.400 Beschwerden von Verbraucherinnen und Verbrauchern über Banken und Versicherer eingegangen – ein Drittel mehr als 2024. Hauptärgernis im Versicherungsbereich war die Schadenbearbeitung. Ein Unternehmen stach bei den Beschwerden besonders hervor.
Itzehoer: Kfz-Geschäft rutscht nach Reservestärkung tiefer in die roten Zahlen
Viele Kfz-Versicherer haben ihre Schaden- und Kostenquote zuletzt wieder unter die 100-Prozent-Marke gebracht, bei der Itzehoer ist sie 2025 tiefer in den roten Bereich gerutscht. Das liegt an einer deutlichen Reservestärkung als Reaktion auf das starke Wachstum in den Vorjahren. 2026 soll das Kfz-Geschäft wieder schwarze Zahlen schreiben.
AfD will zusätzliche Altersvorsorge im gesetzlichen System
Wenn die Bürger schon zusätzlich zur gesetzlichen Rentenversicherung vorsorgen sollen, warum dann nicht auch innerhalb des gesetzlichen Systems? Die Bundestagsfraktion der Partei AfD fordert die Möglichkeit freiwilliger Beiträge auch für Pflichtversicherte.
Frauen kommen voran, aber selten ganz nach oben
Immer mehr Versicherer bauen Frauennetzwerke auf, starten Mentoring-Programme und verankern Diversität im Unternehmen. An Angeboten mangelt es nicht. Der Blick auf Frauenanteile im Management zeigt aber: Der Weg nach oben bleibt für viele lang. Eine Suche nach den Gründen.
Sicherungsfonds für Schaden und Unfall wird konkreter, Verbände sehen Nachbesserungsbedarf
Der Referentenentwurf für das Versicherungssanierungs-, -abwicklungs- und -aufsichtsänderungsgesetz beinhaltet etwas, gegen das sich die Branche lange gesträubt hat: einen Sicherungsfonds für die Schaden- und Unfallversicherung. Der Bund der Versicherten begrüßt das Vorhaben, sieht aber auch Regelungsbedarf. Der GDV fordert niedrigere Beiträge.
Aon: Naturkatastrophen kosten Versicherer weniger
Die weltweiten Schäden durch Naturkatastrophen sind im ersten Quartal 2026 deutlich geringer ausgefallen als im Vorjahreszeitraum. Das berichtet der Makler Aon. Schwerpunktregionen waren West- und Südeuropa sowie die USA. Rekordschäden könnten dennoch in der Statistik auftauchen.
Streit um Kriegsausschluss: Prozess zu Nord Stream-Sprengungen gestartet
Vor dem Londoner High Court hat der Prozess gegen die Versicherer der zerstörten Nord Stream-Gaspipelines begonnen. Der Betreiber der Pipeline fordert 580 Mio. Euro Schadenersatz, doch die Versicherer wollen nicht zahlen. Sie berufen sich auf einen Kriegsausschluss.
Was Trade Republic die Versicherer lehren kann
Die Neobank Trade Republic will künftig bei der Beantwortung von Kundenanfragen weniger auf Chatbots setzen und stattdessen mit externen Callcentern arbeiten. Was aussieht wie ein Rückzug eines allzu technikgläubigen Unternehmens, ist in Wirklichkeit ein Frontalangriff auf Sparkassen und Banken. Versicherer sollten genau hinschauen, schreibt Herbert Fromme.














