Schwerwiegende IT-Vorfälle bei europäischen Finanzunternehmen betreffen vor allem das Kreditwesen und den Zahlungsverkehr. Versicherer sind nach einem aktuellen Bericht der Aufsichtsbehörden seltener betroffen – mit einer Ausnahme. Der Cybersicherheit der Anbieter stellen die Aufsichten ein gutes Zeugnis aus.
Versicherer
ESRS: GDV begrüßt geringere Pflichtangaben, sieht aber kaum Entlastung
Der Versichererverband GDV findet, dass die geplante Vereinfachung der europäischen Nachhaltigkeitsstandards ESRS noch keine ausreichende Entlastung für Versicherungsunternehmen bedeutet. Der Verband fordert daher Nachbesserungen an den Standards, die ab dem Geschäftsjahr 2027 gelten sollen.
Nürnberger krempelt Schaden- und Unfallgeschäft um
Die Nürnberger hat 2025 große Fortschritte dabei gemacht, die Schaden- und Unfallversicherung wieder zurück in die Profitabilität zu führen. Einher ging dies mit einem kräftigen Beitragsrückgang bei der Nürnberger Allgemeinen. Zudem hat die Auffüllung der Schwankungsrückstellung die Ergebnisse in einigen Sparten belastet.
Blackstone gewinnt Nippon Life für Private-Credit-Investments
Der US-Vermögensverwalter Blackstone hat mit dem japanischen Lebensversicherer Nippon Life eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. In den kommenden Jahren will Nippon Life über Blackstone Milliarden in Private Credit investieren.
Munich Re mit Änderungen in der Schadenorganisation
Mit Matthias Meyer hat die Munich Re einen neuen Head of Single Risks Claims präsentiert. Sein Vorgänger Michal Mekota geht in den Ruhestand. Außerdem: Die GGW Kreditversicherungs-Makler GmbH erweitert ihre Geschäftsleitung. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Sia Digital, der A.S.I. Wirtschaftsberatung sowie Gallagher Re.
Altersvorsorge-Reform: Signal Iduna bemüht sich um Optimismus
Die Signal Iduna will sich den Herausforderungen durch die Altersvorsorge-Reform stellen und zum 1. Januar 2027 mit allen Produktvarianten startklar sein. Vorstandschef Torsten Uhlig, vor wenigen Wochen noch recht pessimistisch bezüglich der künftigen Geschäftschancen für die Lebensversicherer, zeigte sich bei der Bilanzpressekonferenz jetzt deutlich zuversichtlicher.
Howden Re: Rückversicherungspreise fallen trotz steigender Risiken weiter
Die Preise in der Sach-Katastrophen-Rückversicherung sinken weiter. In der Erneuerungsrunde zum 1. Juni 2026 beschleunigte sich der Rückgang laut Howden Re deutlich. Gleichzeitig nehmen Naturkatastrophen, geopolitische Spannungen und Cyberrisiken zu. Der Markt profitiert aktuell von einem außergewöhnlich hohen Kapitalangebot.
Aon sucht neuen Rückversicherungschef
Der langjährige Rückversicherungschef bei Aon Deutschland Jan-Oliver Thofern geht Ende des Jahres überraschend in den Ruhestand. Der Maklerkonsolidierer MRH Trowe holt eine Vertriebsexpertin von der Axa und baut seine Führungsstruktur um. Außerdem gibt es personelle Neuigkeiten von der Dubois Group, der DEVK und Sompo.
Die Continentale wächst weiter
Die Continentale hat 2025 bei den Beitragseinnahmen erstmals die Marke von 5 Mrd. Euro überschritten. Wachstumstreiber bleibt die Krankenversicherung, obwohl sich der Bestand in der Krankenvollversicherung leicht reduziert hat. Aber auch in den Segmenten Leben sowie Schaden und Unfall konnte der Versicherer zulegen.
Versicherer setzen im Kampf gegen Hagelschäden auf KI
Hagelschäden werden für die Versicherungsbranche immer mehr zum Problem. Laut Experten der Allianz sind sie mittlerweile weltweit die Naturgefahr Nummer eins, was die Höhe der versicherten Schäden betrifft. Um dieser wachsenden Gefahr zu begegnen, setzt die Branche vermehrt auf künstliche Intelligenz.
R+V: Ausreißerjahr bei Hagelschäden
Der Wiesbadener Versicherer R+V verzeichnete im vergangenen Jahr mit 56 Mio. Euro deutlich geringere Schäden durch Hagel als zuvor. Darin erkennt das Unternehmen nur eine kurze Entwicklung, der langfristige Trend zeige nämlich in eine andere Richtung.
Versicherungskunden mögen lieber E-Mails als Instagram
Wenn es darum geht, mit dem Versicherer zu Service- und Beratungsthemen in Kontakt zu treten, bevorzugen viele Kunden digitale Kanäle wie E-Mails, Apps und Online-Portale. Dabei unterscheidet sich die Akzeptanz der unterschiedlichen Kanäle deutlich voneinander, hat eine Befragung des Beratungsunternehmens Sirius Campus ergeben.















