Der junge Kölner Gewerbeversicherer Mailo legt erste Zahlen zum Geschäftsjahr 2021 vor. Bei Prämieneinnahmen, Kunden und angeschlossenen Maklern gab es deutliche Zuwächse. Auf der anderen Seite stiegen aber auch die Schäden merklich. Verantwortlich sind die Gastro-Kunden, bei denen die Pandemie und die Flut im Sommer zuschlugen.
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Nachhaltig werden: Herausforderung, aber auch Chance
Meinung am Mittwoch Das Rekord-Katastrophenjahr 2021 hat eines deutlich gemacht: Nach Branchen wie Energie und Automobil muss auch die Versicherungswirtschaft das Thema Nachhaltigkeit endlich in den Fokus stellen. Über die Regulierung von Klimaschäden reicht das weit hinaus – es gilt, das Geschäft durch nachhaltige Transformation zukunftsfähig zu machen. Eine große Herausforderung, aber auch eine Chance: Denn Versicherer profitieren von Wertsteigerungseffekten und sammeln Pluspunkte als Arbeitgeber.
John Sitt wechselt zu Sitt + Co nach Köln
Leute – Aktuelle Personalien John Sitt (Bild) verlässt Ecclesia. Der Gründer des seit 2006 zu der Detmolder Maklergruppe gehörenden Maklers Sitt & Overlack wechselt als Berater zur Kölner Maklerfirma Sitt + Co, die sein Sohn Peter Sitt seit 2020 gemeinsam mit Marco Staps führt. Außerdem: Howden verstärkt sich in Deutschland mit zwei Allianz-Experten, der Versicherungsombudsmann hat einen neuen Geschäftsführer, Finlex holt Peter Loisel als Österreich-Chef an Bord, und Swiss Re Corporate Solutions besetzt die neu geschaffene Stelle des Head of Renewable Energy.
Riester-Rente bleibt in jedem Fall – im Bestand
Die Zukunft der Riester-Rente ist ungewiss, wegen einer Änderung der Regeln verabschieden sich die Anbieter zunehmend aus dem Neugeschäft. Die neue Regierung hält sich bislang mit Plänen für das umstrittene Modell zurück. Auf einer Veranstaltung des Versicherungsmonitors wurde deutlich, dass Riester der Branche in jedem Fall erhalten bleibt – nämlich in Form der Vertragsbestände. Davon könnten Dienstleister wie Swiss Post Solutions profitieren. Während Martin Gräfer von der Bayerischen eine Lockerung der Beitragsgarantie forderte, plädierten Analyst Carsten Zielke und Verbraucherschützer Axel Kleinlein für die Abschaffung des Verrentungszwangs.
Überschaubare Schäden durch „Nadia“
Die Schäden, die durch den Sturm „Nadia“ auf die Versicherer zukommen, werden sich in Grenzen halten. Die Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss schätzt sie auf rund 100 Mio. Euro. Der Großmakler Aon hatte zuvor von versicherten Schäden von rund 150 Mio. Euro gesprochen. MSK warnt zwar, dass die Rechnung für die Versicherer durch Inflation, Baupreissteigerungen und Handwerkermangel noch steigen könnte. So teuer wie andere Winterstürme der vergangenen Jahre wird „Nadia“ aber nicht werden.
PCR-Tests beschäftigen PKV-Ombudsmann
Exklusiv Im vergangenen Jahr musste sich der Ombudsmann der privaten Kranken- und Pflegeversicherung (PKV) häufig mit der Frage beschäftigen, ob die Versicherer präventive PCR-Tests bezahlen müssen, die Kliniken den Patienten als wahlärztliche Leistung in Rechnung gestellt haben. Diese Fragestellung hat mit dazu geführt, dass Ombudsmann Heinz Lanfermann und seine Mitarbeiter etwas mehr zu tun hatten als 2020. Gebührenstreitigkeiten und Beitragsanpassungen waren die wichtigsten Themen in der Vollversicherung.
Ecclesia kauft niederländischen Spezialmakler
Exklusiv Ecclesia baut die Position auf dem niederländischen Versicherungsmarkt und insbesondere im Geschäft mit Schifffahrts- und Logistikversicherungen weiter aus. Die Detmolder übernehmen Business Capital Insurance (BCI), einen in Moerdijk bei Rotterdam ansässigen Transport- und Logistikmakler mit Schwerpunkt Binnenschifffahrt. BCI-Chef Frank van der Laan bleibt an Bord und erhält weitere Aufgaben in der Gruppe.
Trio komplettiert Aon-Spitze
Leute – Aktuelle Personalien Aon erweitert die Geschäftsführung in Deutschland von zwei auf fünf und reagiert damit auf die neue Lage am Maklermarkt und die größeren Verantwortungsbereiche für die bisherigen Chefs Kai Büchter und Hartmuth Kremer-Jensen. Befördert wurden Michael Hendriks, Harald Resche und Mark-Dominik Thofern. Eine Frau hat Aon nicht berufen. Außerdem: Helen Reck rückt in den Vorstand der HUK-Coburg auf, und die Öffentliche Versicherung Braunschweig erweitert ihr Management-Team. Personelle Umgestaltung gibt es auch bei Hiscox, Chubb und Brit.
Die Bayerische bleibt auf Wachstumskurs
Trotz Corona-Pandemie konnte die Bayerische ihre Beitragseinnahmen 2021 weiter steigern. Ein Grund dafür dürfte darin liegen, dass die Münchener im vergangenen Jahr bei der Zahl der Kunden erstmals die Marke von einer Million erreicht haben. Beim Gewinn blieb die Konzernmutter allerdings hinter den Zahlen des Vorjahres zurück.
Pariser Assekuradeur will nach Deutschland kommen
Der Pariser Assekuradeur Descartes Underwriting hat sich auf parametrische Deckungen für Firmenkunden spezialisiert. Nach dem Schritt in die USA, Australien, Singapur und Großbritannien will das Start-up nun auch in Deutschland Fuß fassen. Hierzulande sieht Descartes großes Potenzial für sein Geschäftsmodell – nicht zuletzt, weil das Risikobewusstsein durch Sturmtief „Bernd“ deutlich gestiegen ist. „Deutschland ist ein absoluter Schwerpunkt für unser Wachstum und unseren Erfolg“, erklärt Senior Business Developer Lukas Schönach.
Generali-Rebell Caltagirone steigt aus Bündnis aus
Im September 2021 hatten sich die beiden italienischen Milliardäre und Generali-Großaktionäre Francesco Caltagirone (Bild) und Leonardo del Vecchio zusammengeschlossen, um den Chef des Versicherers, Philippe Donnet, zu stürzen. Jetzt hat sich Caltagirone aus dem Bündnis zurückgezogen, dem sich auch die Stiftung CRT angeschlossen hatte. Hinter dem Schritt soll aber kein Zerwürfnis zwischen den beiden Industriemagnaten stecken.
Kampfansage an alle Hacker
Exklusiv Ransomware, Supercomputer, staatlich gestützte Hacker – all das hält Jörg Wälder, Chef des Cyber-Spezialisten Cogitanda, für beherrschbare Risiken. Nicht nur die digitalen Angreifer, sondern auch die Verteidiger haben aufgerüstet, sagt er im Interview. Aufgrund seiner Expertise sei es für den jungen Assekuradeur kein Problem, genügend Kapazität von Versicherern zu bekommen. Deshalb stehen die Zeichen bei Cogitanda auf weiterem Wachstum – bald auch für Großindustrie und Privatkunden.
In wessen Interesse handelt die BaFin?
Legal Eye – Die Rechtskolumne Viele Aktionäre, die durch die Insolvenz des Zahlungsabwicklers Wirecard Verluste erlitten haben, pochen auf Entschädigung. Unter anderem versuchen sie, sogenannte Staatshaftungsansprüche bei der BaFin geltend zu machen. Die Finanzaufsicht sei Hinweisen auf Gesetzesverstöße nicht ausreichend nachgegangen, die Bilanzen seien nicht ausreichend geprüft worden, so die Argumentation. Das Landgericht Frankfurt hat jetzt vier Aktionärsklagen abgewiesen – und dabei definiert, in wessen Interessen die BaFin eigentlich handelt.
Streit um die Riester-Rente
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Breakfast Lectures des Versicherungsmonitors und Vertragserneuerung von Hannover Rück
Funk mit neuem Geschäftsleiter
Leute – Aktuelle Personalien John-Asmus Burmester (Bild), seit 2020 für die digitale Unternehmensentwicklung der Funk-Gruppe verantwortlich, ist jetzt in die Geschäftsleitung aufgestiegen. Außerdem: Die Rücktrittswelle von Gegnern des Generali-Chefs Philippe Donnet geht weiter, Alina vom Bruck wechselt von der Gothaer Leben in den Vorstand der Gothaer Asset Management, Oliver Delvos verstärkt das US-Insurtech Corvus, die Allianz verzeichnet zwei Abgänge, und Prosperity hat eine neue Marketingchefin.














