Archiv ‘Digitalisierung’

Plattformen zwingen PKV zur Kooperation

Die privaten Krankenversicherer (PKV) können sich nur dann mit einer breiten Palette von Angeboten als Gesundheitspartner ihrer Kunden positionieren, wenn sie auf Kooperation setzen. Das gilt besonders für den Aufbau von Plattformen, sagte Axa-Vorstand Thilo Schumacher bei einer Veranstaltung des IT-Dienstleisters Adesso. Seine Vorstellung: Konkurrenz beim Wettbewerb um Kunden, Partnerschaft bei der Versorgung der Versicherten. Abschottung macht auch im Verhältnis zu den Tech-Giganten wie Amazon keinen Sinn, findet der Geschäftsführer des PKV-Verbandes Christian Hälker.

Kunden erzwingen IT-Umbau

 Themenschwerpunkt IT-Umbau  Schon lange steht er an, jetzt gewinnt der digitale Umbau in der Assekuranz immens an Fahrt. Grund ist die Corona-Pandemie. Das ist dringend notwendig, denn die Kunden sind von anderen Wirtschaftszweigen inzwischen sehr guten digitalen Service gewöhnt. Jetzt müssen die Versicherer schnell reagieren, um den Anschluss nicht zu verlieren. Gute Ansätze sind da – doch die Gefahr, Fehlentscheidungen zu treffen, ist groß. Der Versicherungsmonitor untersucht im neu erschienenen Dossier, was bereits passiert ist und wo die wichtigsten Baustellen sind.

Wir sind alle Insurtechs!

 Nachschlag – der aktuelle Kommentar  Gutes Zureden soll bekanntlich in vielen Situationen helfen. Auch die Versicherer setzen auf lobende Worte – die sie sich selbst eintrichtern. „Wir waren das erste Insurtech!“, tönt die HUK-Coburg-Tochter HUK24. „Wir sind das einzig funktionierende deutsche Insurtech“, bauchpinselt sich die Deutsche Familienversicherung. Derlei Beispiele gibt es in der Branche viele. Weiterbringen wird das Eigenlob die Versicherer nur bedingt. Und nötig haben sie diese Phrasendrescherei nicht.

Wie Covid und Kunden die Digitalisierung voranbringen

 Themenschwerpunkt IT-Umbau  Die Pandemie hat es deutlich gemacht: Die Versicherer müssen bei der Digitalisierung aufs Gas drücken, denn die Kunden sind seit dem Lockdown noch anspruchsvoller geworden. Die wichtigste Frage dabei ist: Sollen die Versicherer den IT-Umbau selbst machen oder auf Standardlösungen setzen?

Allianz: Viele Chancen nach dem Krisenjahr 2020

Versicherer weltweit haben 2020 Prämien in Höhe von 2,1 Prozent eingebüßt und sind damit mit einem blauen Auge durch das Pandemiejahr gekommen. Zu diesem Schluss kommt der Allianz Global Insurance Report 2021. Vor einem Jahr hatte der Versicherer noch mit fast einem doppelt so hohen Einbruch gerechnet. Für das begonnene Jahrzehnt sieht Allianz viele Wachstumschancen für die Branche, die allerdings ihre Hausaufgaben etwa im Wettbewerb mit digital versierten Unternehmen machen muss. Neben der Beschleunigung der Digitalisierung hat die Pandemie auch Folgen für die Risikolandschaft.

Versicherer müssen Vertriebsstrategie überdenken

Im Zuge der Corona-Pandemie haben viele Versicherer das Thema Digitalisierung angegangen. Um Kunden zu gewinnen und zu halten, müssen die Gesellschaften jedoch in die richtigen Technologien investieren, schreibt der Berater Capgemini in seinem World Insurance Report 2021. Für viele Versicherer sind Vermittler nach wie vor der bedeutendste Vertriebsweg – gerade, wenn es um komplexe Produkte geht. Jedoch müssen auch sie technisch aufrüsten, um die veränderten Kundenwünsche bedienen zu können.

Thatsimple baut Vergleichsportal für Nischen-Policen

 Exklusiv  Sie sind kleinteilig und bringen wenig ein: Nischenversicherungen. Der Abschluss ist mit viel Aufwand verbunden, doch das will Thatsimple ändern. Das neu gegründete Start-up aus Nürnberg will eine digitale Vergleichsplattform für private und gewerbliche Nischenprodukte auf den Markt bringen. Die Gründer wittern großes Potenzial. „Eigentlich sind das immer die gleichen Schritte, die wir brauchen, um einen Beitrag zu berechnen“, sagte Mitgründer Robin Lerch. Das Jungunternehmen will mit einigen Besonderheiten aufwarten. Einen ersten Versicherungspartner gibt es schon.

Amazon hilft Versicherern bei der Datenanalyse

Amazon Web Services, die Cloud-Plattform des Internetgiganten Amazon, will Versicherern und anderen Finanzdienstleistern bei der Datenauswertung unter die Arme greifen. Mit dem neuen Analyseservice Amazon FinSpace soll es möglich sein, Finanzdaten innerhalb von Minuten statt Monaten auszuwerten. Silostrukturen sollen dabei kein Problem mehr darstellen. Ein Versicherer nutzt das Amazon-System bereits.

Schnell, einfach, direkt

 Meinung am Mittwoch  Dem Online-Vertrieb von Versicherungen gehört die Zukunft – und zwar dort, wo der Kunde einen Absicherungsbedarf hat: am Point of Sale, also direkt beim Auto- oder Smartphonekauf. Für solche kontextuellen Angebote in der digitalen Welt müssen Versicherer aber noch einiges dazulernen. Momentan sind nur wenige in der Lage, mit den Anforderungen von großen Onlineplattformen wie Amazon, Netflix oder Airbnb mitzuhalten. Gefragt sind flexible, schnelle und einfache Policen.

HDI: „Ideen bei Tesla klauen“

Der Kfz-Hersteller Tesla arbeitet in vieler Hinsicht anders als andere Autobauer. So fertigt das Unternehmen viele Bauteile im Bereich der Elektromobilität selbst, anstatt sich auf Zulieferer zu verlassen. Davon könnten sich auch die Versicherer eine Scheibe abschneiden, glaubt HDI-Vorstand Herbert Rogenhofer. Sie sollten wieder mehr selbst in die Hand nehmen, statt viele Tätigkeiten outzusourcen, forderte er auf der Kfz-Jahrestagung von Businessforum21. Das gelte auch für die IT. Eigene IT-Dienstleister hält er für genauso wenig zielführend wie die exzessive Nutzung von Beratern.

HUK24 erklärt: Warum wir Check24 nicht brauchen

Die HUK-Coburg ist der Marktführer in der deutschen Kfz-Versicherung und lässt – anders als viele Rivalen – Vergleichsportale und Makler beim Geschäft außen vor. Auch die Digitaltochter HUK24 verfolgt dieses Prinzip. „Die HUK24 gibt es nur auf HUK24.de und nirgendswo anders“, sagte HUK24-Vorstand Uwe Stuhldreier bei einer Digitalkonferenz. Die Kunden wollten nicht für Vermittler zahlen. Er erklärte, warum die HUK ohne Portale wie Check24 auskommt, und warum er Wefox-Gründer Julian Teicke widerspricht. Außerdem: Wenn sich Abo-Automodelle durchsetzen, stehen die Anbieter nochmals vor ganz neuen Herausforderungen.

Perfekte Software von der Stange gibt es nicht

Die Versicherungswirtschaft digitalisiert eifrig, das betrifft nicht zuletzt die Policen selbst. Einige Anbieter trainieren Algorithmen, die den Vertragsbestand nach unklaren Formulierungen durchsuchen. Allerdings gibt es für dieses und andere digitale Projekte nicht die perfekte Software, sagten Experten von Munich Re, Everest Insurance, Generali und Markel bei einer Veranstaltung. Sie berichteten, wo es hakt, und warum Versicherer noch viel Arbeit in die Entwicklung und die Integration von Software stecken müssen.

Finleap: Versicherer könnten Ökosysteme anführen

Können Versicherer selbst digitale Ökosysteme aufbauen und anführen? Ja, sagte Ramin Niroumand, Chef des Firmeninkubators Finleap, bei einer Konferenz. Sie seien dafür „super positioniert“, viel besser als andere Marktteilnehmer. Er hat Tipps, was sich dafür noch tun muss, und welchen Alternativweg es gibt. R+V-Chef Norbert Rollinger zweifelte indes an der Fähigkeit der Branche, solche Lebenswelten aufzubauen. BaFin-Aufseher Frank Grund mahnte bei Ökosystemen zur Vorsicht.

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