Archiv ‘Schaden- und Unfallversicherung’

Assekurata: Pflichtversicherung muss kommen

Viele Versicherer sprechen sich gegen eine Pflichtversicherung für Elementarschäden aus, doch für die Ratingagentur Assekurata führt kein Weg daran vorbei. Ohne ein Obligatorium, das Hausbesitzer vor Hochwasserschäden schützt, werde es keine flächendeckende Absicherung gegen das Risiko geben, sagte Analyst Dennis Wittkamp bei einer Pressekonferenz. Freiwillige Lösungen wie das Opt-Out-Modell des GDV reichten nicht aus. Schaden- und Unfallversicherer werden sich nach Einschätzung von Assekurata auf magere Jahre einstellen müssen. … Lesen Sie mehr ›

Allianz auf Kurs im ersten Quartal

Die Allianz hat im ersten Quartal 2023 einen operativen Gewinn von 3,7 Mrd. Euro erzielt, 24,2 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Der Konzern hat seine Ergebnisse erstmalig nach den neuen Bilanzierungsstandards IFRS17 und IFRS9 präsentiert, die sich unter anderem positiv auf das operative Ergebnis und auf die Schaden- und Kostenquote auswirken. Die Vergleichswerte hat die Allianz angepasst. Vor allem das Industriegeschäft profitierte von kräftigen Preiserhöhungen. Zum ersten Mal nannte der Konzern eine Zahl für die Kosten der gescheiterten IT-Tochter Syncier. … Lesen Sie mehr ›

Bauinflation treibt die Sachprämien

Die Wohngebäudeversicherung wird in diesem Jahr größter Wachstumstreiber bei den Prämieneinnahmen der deutschen Versicherer sein. Aufgrund automatisierter Beitragsanpassungen dürfte die Steigerung hier 16 Prozent betragen und damit noch deutlich über der Inflationsrate liegen. Davon geht der Versichererverband GDV in seiner erstmals vorgelegten detaillierten Branchenprognose aus. Er hatte bereits Anfang April seine spartenübergreifenden Erwartungen nach unten korrigiert. In der Schaden- und Unfallversicherung geht er aber weiterhin von einem höheren Wachstum als noch 2022 aus. … Lesen Sie mehr ›

GDV korrigiert Beitragsprognose nach unten

Die deutschen Versicherer werden in diesem Jahr weniger stark wachsen als zunächst angenommen. Hatte der Versichererverband GDV Ende Januar noch ein Prämienplus von rund 3 Prozent für 2023 in Aussicht gestellt, spricht er nun nur noch von 0,4 Prozent. Schuld daran sind Beitragsrückgänge in der Lebensversicherung. Inflation und eine hohe Unsicherheit belasten das Geschäft. Aber auch in der Schaden- und Unfallversicherung läuft es schlechter als gedacht. … Lesen Sie mehr ›

Zinsanstieg lässt Solvenzquoten weiter steigen

Die stark gestiegenen Zinsen haben die Solvenzquoten vor allem der deutschen Lebensversicherer deutlich ansteigen lassen. Aktuellen Berechnungen des GDV zufolge kommen die Unternehmen unter Berücksichtigung der Übergangsmaßnahmen für 2022 auf einen Durchschnittswert von 510 bis 530 Prozent, nach 455 Prozent im Jahr zuvor. Dass sich die Überprüfung von Solvency II in die Länge zieht, nimmt der GDV recht gelassen – ein gründliches Vorgehen sei besser als Schnellschüsse. … Lesen Sie mehr ›

HUK-Coburg hängt Allianz weiter ab

Die HUK-Coburg vergrößert den Abstand zur Allianz in der Kfz-Versicherung weiter. Zwar konnte Deutschlands größter Versicherer Allianz den Bestand um 1,7 Prozent auf 8,8 Millionen versicherte Fahrzeuge erhöhen, hinkt aber weiter hinterher. Denn die HUK-Coburg konnte den Kfz-Bestand um 2 Prozent auf 13,7 Millionen Fahrzeuge steigern. Konzernchef Klaus-Jürgen Heitmann spricht dennoch von „herausfordernden Zeiten“. Denn hohe Reparaturkosten und Nachreservierungen sorgen für einen technischen Verlust in der Kfz-Versicherung. Insgesamt konnte die HUK-Coburg den Umsatz steigern, musste aber einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. … Lesen Sie mehr ›

80 Prozent Homeoffice für ALH-Mitarbeiter

Der Versicherer Alte Leipziger-Hallesche, der sich jetzt ALH-Gruppe nennt, kämpft mit den Folgen des Fachkräftemangels. Um attraktiver für größere Bewerbergruppen zu werden, bietet er Bewerberinnen und Bewerbern die Möglichkeit, bis zu 80 Prozent mobil zu arbeiten. Das soll den Arbeitsmarktradius um den Hauptsitz Oberursel vergrößern. Trotz der Herausforderungen durch Krieg und Inflation zeigte sich Vorstandschef Christoph Bohn zufrieden mit dem Jahresergebnis. Der Versicherer konnte den Umsatz leicht steigern. … Lesen Sie mehr ›

Schaden- und Unfallversicherer unter Druck

Obwohl sich die Schaden- und Unfallversicherung im Privatkundensegment weltweit im Aufwind befindet, ist das sogenannte Protection Gap laut der Unternehmensberatung McKinsey ein großes Problem. Die Versicherungslücken auf Kundenseite resultieren vor allem daraus, dass die Branche keine adäquaten Antworten auf die sich wandelnden Bedürfnisse hat. McKinsey zeigt in einer aktuellen Analyse auf, wo es ihrer Ansicht nach in der Schaden- und Unfallsparte derzeit hakt und was die Anbieter dagegen unternehmen sollten. Gefragt sind Innovationen, höhere Geschwindigkeit und klare Entscheidungen. … Lesen Sie mehr ›

Düstere Aussichten für öffentliche Versicherer

Die Ratingagentur Fitch sieht die öffentlichen Versicherer in Deutschland unter starkem Profitabilitätsdruck, vor allem in der Schaden- und Unfallversicherung. Die Anbieter müssen für den Rückversicherungsschutz tiefer in die Tasche greifen und sind aufgrund ihrer starken Marktposition in der Gebäudeversicherung besonders von inflationsbedingt steigenden Schadenkosten betroffen. Aufgrund ihrer ungünstigen Betriebsgröße kommen die meisten Öffentlichen perspektivisch um Fusionen oder Run-off nicht umhin, erwarten die Analysten. … Lesen Sie mehr ›

Generali mit starkem operativem Ergebnis

Trotz Ukraine-Krieg, hoher Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheiten hat der italienische Versicherer Generali 2022 operativ so viel verdient wie noch nie. Dank eines Profitabilitätsschubs im Lebensversicherungsgeschäft stieg das Ergebnis um 11,2 Prozent auf 6,5 Mrd. Euro. Der Konzern will die Dividende um 9 Cent auf 1,16 Euro pro Aktie erhöhen. Wegen Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf die Beteiligung am russischen Versicherer Ingosstrakh stieg der Nettogewinn aber nur leicht um 2,3 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro. … Lesen Sie mehr ›

AGCS wird umbenannt

 Exklusiv  Die Allianz ändert nach Informationen des Versicherungsmonitors den Namen der Tochter Allianz Global Corporate & Speciality in Allianz Commercial. Die Maßnahme ist Teil einer großen Reorganisation der Industrieversicherung, die Konzernchef Oliver Bäte und AGCS-Chef Joachim Müller (Bild) angestoßen haben. Dabei wird auch die strenge Abgrenzung zwischen den Zuständigkeiten der künftigen Allianz Commercial und denen der jeweiligen Landesgesellschaften aufgeweicht. Die AGCS/Allianz Commercial dürfte dabei gewinnen. … Lesen Sie mehr ›

Sparkassenversicherung will Handwerker kaufen

Um Kunden im Schadenfall nicht nur Geld, sondern auch Dienstleistungen anbieten zu können, hat die SV Sparkassenversicherung in den vergangenen zwei Jahren fünf Schadensanierer in Hessen und Baden-Württemberg übernommen. Der Versicherer ist auf weitere Zukäufe von Handwerksbetrieben aus, mit zwei Firmen befindet sich die Gesellschaft laut Konzernchef Andreas Jahn in der Due Dilligence. Mit dem vergangenen Geschäftsjahr zeigte er sich zufrieden, auch wenn der Versicherer bei den Bruttobeiträgen wegen eines rückläufigen Einmalbeitragsgeschäfts Federn lassen musste. … Lesen Sie mehr ›

Debeka will in der bKV zulegen

Die betriebliche Krankenversicherung (bKV) entwickelt sich bei der Debeka zum Wachstumsmotor. Der Marktführer in der privaten Krankenversicherung will seine Aktivitäten in dem Bereich ausweiten. Im Jahr 2022 hat die Debeka nach Angaben von Vorstandschef Thomas Brahm ihren Marktanteil in der Krankenversicherung weiter erhöht. Trotz eines leichten Minus bei den Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung konnte die Gruppe ihre Position als fünftgrößter Erstversicherer festigen, sagte Brahm. … Lesen Sie mehr ›

Allianz zeigt sich sehr optimistisch

Mit breiter Brust geht die Allianz-Führung unter Oliver Bäte in das Jahr 2023. Dafür sorgt ein operatives Rekordergebnis im Jahr 2022, vor allem wegen deutlicher Preiserhöhungen in der Schaden- und Unfallversicherung und guter Gewinne in der Lebensversicherung. Trotz Milliardenbelastungen durch den Betrugsskandal um die Structured-Alpha-Fonds in den USA und trotz der Kosten des Ausstiegs aus dem russischen Markt steigt das Ergebnis nach Steuern für die Anteilseigner, wenn auch um magere 1,9 Prozent auf 6,7 Mrd. Euro. Nach einem erfolgreichen Deal in den USA will Bäte auch die Abgabe von Lebensbeständen in Deutschland nicht ausschließen. „Es gibt keine heiligen Kühe.“ … Lesen Sie mehr ›

Die R+V schrumpft

Der genossenschaftliche Versicherer R+V ist in den vergangenen Jahren oft stärker als die Branche gewachsen und konnte Marktanteile ausbauen. 2022 hat er deutlich mehr Federn lassen müssen als seine Wettbewerber. Im deutschen Erstversicherungsgeschäft gingen die Beitragseinnahmen um 3,8 Prozent auf 15,6 Mrd. Euro zurück. In der Lebensversicherung belasteten die hohe Inflation und der Zinsanstieg die Gesellschaft. R+V-Chef Norbert Rollinger hofft auf bessere Zeiten. … Lesen Sie mehr ›