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GDV-Geschäftsführung

GDV beim Lobbybudget weiter vorn

Mit rund 15,3 Mio. Euro ist der Versichererverband GDV branchenübergreifend weiterhin unangefochten die Organisation mit dem größten Budget im Lobbyregister des Bundestags. Das zeigt der aktuelle Bericht der Bürgerbewegung Finanzwende. Auf der Rangliste der Finanzunternehmen folgen auf den GDV vier Bankenverbände. Der Verband der privaten Krankenversicherung PKV belegt mit 1,9 Mio. Euro Rang sechs. Die Allianz ist die „heimliche Nummer drei“.

HUK-Coburg hat Auto-Abo eingestellt

Die HUK-Coburg hat ihr Auto-Abo eingestellt, ein Angebot der HUK-Tochter Autowelt. Es sollte helfen, das Kfz-Geschäft zu diversifizieren, in dem HUK-Chef Klaus-Jürgen Heitmann infolge des aufkeimenden autonomen Fahrens weniger Schäden und damit weniger Prämieneinnahmen erwartet. Über das Auto-Abo konnten Kundinnen und Kunden Fahrzeuge in einem Paket mieten, in dem Kosten für Zulassung, Reparaturen und Versicherungen inbegriffen waren.

Neuer Geschäftsführer für Ecclesia-Tochter Klinikrente

Leute – Aktuelle Personalien

Adrian Santoro ist neuer Geschäftsführer des Versorgungswerks Klinikrente, das 2023 vom Makler Ecclesia übernommen wurde. Auch der Assekuradeur Domcura hat seit Jahreswechsel einen neuen Vorstandschef, weitere personelle Neuigkeiten gibt es bei Helmsauer, Lampe & Schwartze, Roland, MRH Trowe, Hendricks und Howden sowie bei Sompo.

Munich Re verlagert Stellen

Exklusiv

Der Rückversicherer Munich Re plant im Rahmen seines Strategieprogramms „Ambition 2030“ massive Kosteneinsparungen von jährlich 600 Mio. Euro. Ein zentraler Hebel ist nach Informationen des Versicherungsmonitors das Projekt „Sustain“, das eine Verlagerung zahlreicher Stellen nach Indien und Polen vorsieht. Der Konzern dementiert ein klassisches Stellenabbauprogramm, aber nicht die mögliche Verlagerung von Arbeitsplätzen.

Auch Howden sieht Erstversicherer am Drücker

Alle Jahre wieder geben die großen Rückversicherungsmakler ihre Prognosen zu den Erneuerungsrunden im Januar ab. Nach Guy Carpenter und Aon haben nun auch die Expertinnen und Experten des Maklers und Beraters Howden ihre Einschätzung abgegeben. Sie gehen davon aus, dass der Markt weicher wird und sich in Richtung Erstversicherer dreht. Das Preisniveau soll sich auf den Stand vor rund vier Jahren gesenkt haben, so Howden.

Käuferfreundliche Januar-Erneuerung in der Rückversicherung

Die Erstversicherer haben bei der Januar-Erneuerung in der Rückversicherung von teils kräftigen Preissenkungen profitiert, berichtet der Makler Gallagher Re. Für viele Risiken gab es ein Überangebot an Kapazitäten. Das Rückversicherungskapital bewegt sich auf Rekordhöhe – ebenso wie die Eigenkapitalrendite der Rückversicherer, die Gallagher Re für das vergangene Jahr mit 17 bis 18 Prozent beziffert.

Trumps Big Beautiful Bill treibt Krankenversicherungspreise in neue Höhen

Krankenversicherung ist in den USA sehr teuer, für Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner werden sich die Kosten dieses Jahr noch einmal mehr als verdoppeln. Das Wegfallen von Steuervorteilen durch das Steuergesetz „One Big Beautiful Bill Act“ von Präsident Trump wird zu durchschnittlichen Kostenerhöhungen von 114 Prozent führen. Hinzu kommen erhebliche Prämienerhöhungen von Seiten der Versicherer.

D&O-Spezialist Jörg Heilmann steigt bei Segger auf

Leute – Aktuelle Personalien

Rechtsanwalt Jörg Heilmann, seit Herbst 2024 für die Kanzlei Segger Insurance Law tätig, wird dort zum Jahresbeginn neben Kanzlei-Inhaber Stefan Segger weiterer einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer. Die Anwältin Eva-Maria Neveling steigt ebenfalls auf. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei der Munich Re in China und bei der Hannover Rück in den USA.

Rückversicherungs-Erneuerung: Spielräume für neue Risiken

Die Erneuerung der Rückversicherungsverträge zum 1. Januar 2026 ist für die Erstversicherer positiv verlaufen, schreiben die Expertinnen und Experten des Maklers und Beraters Aon. Die Gründe sind vielfältig: Ein rekordverdächtiges Kapitalniveau bei den Rückversicherern sowie eine vergleichsweise schadenarme Hurrikansaison gelten als Hauptfaktoren für Preisrückgänge und neue Spielräume für aufkommende Risiken, erklärte das Unternehmen.

GDV: Naturkatastrophenschäden deutlich geringer

Die Versicherer melden weniger Schäden durch Naturkatastrophen im laufenden Jahr. Nach vorläufigen Zahlen des Branchenverbands GDV fallen sie rund 3 Mrd. Euro geringer aus als 2024. Die Versicherer betonen aber, dass die klimabedingten Extremwetterereignisse insgesamt zunehmen. Weil viele Hausbesitzer keinen Schutz gegen Überschwemmungen und andere Elementarereignisse haben, gibt es Forderungen nach einer Versicherungspflicht.

Der Rückblick auf 2025, Teil 3: D&O-Beben, PKV-Preisschock und Captive-Comeback

Sinkende Rückversicherungspreise, neue Datenschnittstellen und ein Generationswechsel in der Maklerszene treffen im Herbst auf eine Welle von Großschäden. Von September bis Dezember prägen milliardenschwere D&O-Konflikte, stark steigende PKV-Beiträge, schärfere BaFin-Vorgaben im Vertrieb und im Kfz-Markt sowie weitere Umbrüche bei Maklern und Assekuradeuren die Schlagzeilen. Parallel erlebt das Captive-Thema in Deutschland ein Comeback.

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