Archiv ‘Digitalisierung’

Wochenspot: Balance Re, HDI und Debeka

 Wochenspot – der Podcast  Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor jetzt auch zum Hören. In dieser Ausgabe sprechen Jonas Tauber und Kaja Adchayan über den jüngst gestarteten Rückversicherer Balance Re, eine neue App des Industrieversicherers HDI Global und die Kernsystemerneuerung bei der Debeka.

Nuclicore: Digitalisierung trotz Altsystemen

 Exklusiv  Die Digitalisierung der Versicherungsbranche ist bereits seit einigen Jahren im Gange, noch viel älter sind allerdings die Kernsysteme der Anbieter. Sie sind oft ein Hindernis bei der Modernisierung der Versicherer. Das Start-up Nuclicore aus Frankfurt am Main will das mit seiner Technologie ändern. Das No-Code-System ermöglicht es, IT-Projekte auch mit einem alten Kernsystem umzusetzen – in kürzester Zeit, erklärt Gründer und Geschäftsführer Eberhard Riesenkampff im Interview.

Herbert Fromme

Die vertane Chance

 Herbert Frommes Kolumne  Die Halbjahresberichte der meisten Versicherungskonzerne wirken beeindruckend. Hohe Gewinnsteigerungen, kräftiges Wachstum, ordentliche Solvency-Zahlen. Die Pandemie ist besiegt, und selbst die Jahrhundertflut im Juli kann den Jahresprognosen nichts anhaben. Diesen Eindruck wollen die Unternehmensspitzen vermitteln. Jetzt eine breite Brust zu zeigen, ist völlig überflüssig und wahrscheinlich schädlich. Denn die Folgen der Pandemie werden noch kräftig wirken. Die Probleme, die es vor der Pandemie gab, gibt es immer noch. Und: Wer heute die Rückkehr zur Normalität ausruft, beraubt sich der Chance, dringend nötige Änderungen durchzusetzen.

W&W mit deutlichem Gewinnzuwachs

Der schwäbische Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) hat im ersten Halbjahr 2021 deutlich mehr verdient als 2020. Der Konzerngewinn stieg um fast das Doppelte von 107 Mio. Euro auf 197,2 Mio. Euro. Allerdings erwartet das Unternehmen sehr hohe Schäden durch die Flutkatastrophe vom Juli. An seiner Prognose für das Gesamtjahr will Chef Jürgen Junker jedoch festhalten.

Eine Frage der Haltung

 Meinung am Mittwoch  Jahrelang haben Makler ihren Service verschenkt. Es war auch ohne dezidierte Bepreisung ihrer Leistung möglich, gute Ergebnisse für die Kunden zu erreichen. Inzwischen ist das Verhandeln von Versicherungsschutz enorm anspruchsvoll. Aber selbst wenn die Makler das Personal dafür hätten – es fehlt an einer gezielten Preisstrategie für ihr Geschäftsmodell.

Fußball-Sponsoring: digitaler Elfmeter verschossen

 Versicherungsmonitor-Analyse  Wenn Fußball nur noch im leeren Stadion und im Fernsehen stattfindet, leiden nicht nur die Fans, sondern auch viele Sponsoren aus der Versicherungsbranche. Die digitalen Möglichkeiten, die sich während der Pandemie geboten haben, ließen die meisten von ihnen allerdings ungenutzt, kritisiert der Sponsoringforscher Peter Weber. Im ersten Teil der Versicherungsmonitor-Analyse zum Thema Fußball-Sponsoring der Versicherer redet er über verpasste Chancen und die neuen Möglichkeiten bei E-Sports.

Insurtechs: Der Gründungsboom ist vorbei

Die Geschäftsmodelle der meisten Insurtechs aus dem deutschsprachigen Raum haben sich während der Pandemie bewährt. Viele Gesellschaften konnten ihr Neugeschäft in den vergangenen 18 Monaten sogar stark ausbauen. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle „Insurtech-Radar“ des Beraters Oliver Wyman und des Policenaufkäufers Policen Direkt. Der große Gründungsboom scheint beendet zu sein. Grund zur Beunruhigung ist das nach Ansicht der Studienverantwortlichen aber nicht.

Bipro vereint Konkurrenten

Die Makler Aon und Ecclesia an einem Tisch, das kommt eher selten vor. Bei diesem Projekt aber schon: Im Rahmen eines Digitalisierungsprojektes der Normungsinitiative Bipro wollen die beiden großen Maklerhäuser die Digitalisierung der Vermittlerabrechnung voranbringen. Im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor erklären Holm Schröder von Aon und Dirk Borsetzky von Ecclesia, was dieses Projekt von anderen unterscheidet und warum es wirklich Standards setzen kann.

Das Virus als Digital-Booster

 Meinung am Mittwoch  Die Corona-Pandemie hat einen Schub bei der Digitalisierung von Prozessen und Produkten in der Versicherungsbranche ausgelöst. Und wer einmal gemerkt hat, wie schnell und bequem, praktisch und sicher digitale Lösungen sind, der wird sie nicht mehr missen wollen – ob nun als Mitarbeiter oder als Kunde. Ein Zurück in die teils noch sehr analog geprägte Welt vor Corona wird es nicht geben.

Lebensversicherung: Aufbruch zu neuen Ufern

 The Long View – Der Hintergrund  Die Lebensversicherer stehen am Beginn der „Post-Riester-Zeit“. Dafür müssen sie sich jetzt neu aufstellen. Denn überflüssig werden sie nicht, die Absicherung biometrischer Risiken wird eher noch an Bedeutung gewinnen. Die Produkte der Zukunft müssen digitaler, effizienter und weniger komplex sein. IT und Vertrieb müssen für diese Anforderungen fit gemacht werden.

KI aus der Nische herausholen

Vom Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) versprechen sich Versicherer ein besseres Kundenverständnis, schnellere Services und eine höhere Marge – vor allem durch Effizienzgewinne in der Schadenbearbeitung. Doch bisher ist KI meist nur punktuell im Einsatz. Es mangelt an der Verfügbarkeit der Daten, vielerorts aber auch an der Bündelung der vielen einzelnen KI-Anwendungen, um sie nach außen und nach innen sichtbarer zu machen. Die Technik muss aus ihrer Sonderrolle heraus und den Stellenwert als ganz normales Werkzeug zur Datenanalyse erhalten, forderten Experten bei einer digitalen Fachkonferenz der Süddeutschen Zeitung.

Der steinige Weg zur Datenexpertise

Es gibt wohl kaum einen Versicherer, der nicht mindestens einen Datenanalysten oder -wissenschaftler im Haus beschäftigt. Die Experten sollen Daten strukturieren, analysieren und in einen Kontext setzen. Dass das gar nicht so einfach ist, haben die meisten Gesellschaften inzwischen erkannt. Das richtige Personal ist der Schlüssel zum Erfolg, jedoch müssen es nicht immer Mitarbeiter sein, die man von außen holt. Darin waren sich Experten auf einer Fachkonferenz der Süddeutschen Zeitung einig.

Eichelberg: „Wer loslässt, hat die Hände frei“

 Exklusiv  Sylvia Eichelberg hat am 1. Januar als Vorstandsvorsitzende der Gothaer Krankenversicherung die Arbeit aufgenommen. Die ehemalige Leiterin des Firmenkundengeschäfts der Axa musste sich unter ganz besonderen Bedingungen mit einem neuen Betätigungsfeld vertraut machen. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor berichtet Eichelberg, wie sie damit umgegangen ist.

LVM erleidet Systemausfall

 Exklusiv  Zu Recht ist der Versicherer LVM in Münster zufrieden mit seinem starken Wachstum. In der Kfz-Versicherung ist das Unternehmen mit 3,7 Millionen versicherten Fahrzeugen die Nummer vier im Markt, auch in anderen Sparten geht es gut voran. Besonders stolz war der Versicherer lange auf sein IT-System. Doch da gab es am Donnerstag einen Dämpfer – einen Systemausfall. Und drucken können die Münsteraner aktuell auch nicht.

Am Gängelband künstlicher Intelligenz

 Meinung am Mittwoch  Der Personenzug gen Digitalität ist nicht zu stoppen. An sämtlichen Haltestellen strömen Privatnutzer, Wissenschaftler, Unternehmensvertreter, Institutionen, Staaten und Versicherer in die schon rappelvollen Waggons. Unter tränenarmem Abschied an das analoge Gestrige wächst in diesem Gedränge ebenso die Unfreiheit wie auch die Datenangreifbarkeit, und die Cybergefahren nehmen zu. Verletzlichkeit digitaler Infrastrukturen ist das eine und offenbar handhabbare Risiko unserer Zeit. Fremdgesteuertes Verhalten durch künstliche Intelligenz (KI) hingegen, KI in der Black Box als Zugführer, entfaltet sich erst allmählich.

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