Der Einsatz von KI und Advanced Analytics zahlt sich aus. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie von WTW. Schaden- und Unfallversicherer, die auf diese Technologien setzen, sind profitabler und wachsen schneller. Doch viele Gesellschaften kämpfen weiterhin mit ihren Daten und der IT.
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Die Woche in Bildern 12/2026
Landesweiter Stromausfall auf Kuba, niedrige Pegelstände in Italien, Rekordtemperaturen in Teilen der USA, Überschwemmungen nach einem Dammbruch in Syrien und Streiks in Deutschland: In unserer Woche in Bildern stellen wir Eindrücke der vergangenen sieben Tage zusammen.
Helvetia Baloise kommt in Deutschland wohl ohne Kündigungen aus
Im Zuge der Fusion von Helvetia und Baloise werden Arbeitsplätze abgebaut, allein in Deutschland gut 300. Das berichtet das Branchenmagazin Procontra. Wie das fusionierte Unternehmen erklärt, soll es allerdings keine Kündigungen geben.
Lohrmanns Verunsicherung: Darf’s ein bisschen mehr sein?
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Amazon ist das große Vorbild für die Versicherer.
Vorsicht vor chaotischen KI-Agenten
Die Versicherer stehen unter Zugzwang, KI-Agenten schnell in den Betrieb zu bringen. Darin liegt ein großes Risiko, denn im Alltagsbetrieb verursachen agentische KI-Anwendungen immer noch viele Probleme, die sehr teuer werden können. Das zeigt eine aktuelle Studie mit dem erhellenden Titel „Agents of Chaos“, schreibt Herbert Fromme.
Kunden erwarten mehr von Versicherer-Webseiten
Kunden haben höhere Ansprüche an digitale Dienste als früher, wenn sie auf den Webseiten von Versicherern und Maklern unterwegs sind. Das ist ein Ergebnis einer Befragung der Unternehmensberatung Sirius Campus. Einerseits wünschen sich Kunden mehr KI-Anwendungen auf den Internetseiten, andererseits stehen sie der Technologie skeptisch gegenüber.
Schifffahrtsrechts-Expertin heuert bei BLD an
Die Kanzlei BLD will verstärkt im Bereich Schifffahrt und Transport aktiv werden, dazu hat sie jetzt mit Simone Claußen eine Expertin abgeworben. Außerdem erweitert Dr. Klein Wowi Finanz den Vorstand, weitere personelle Neuigkeiten gibt es von Policen Direkt, dem BVK und Gallagher Re.
Fitch: Rückversicherer zehren von den guten Vorjahren
Die Bilanzen der vier großen Rückversicherer profitieren 2026 noch von der guten Performance der Unternehmen in den vergangenen Jahren, erwartet Fitch. Wie üppig die Gewinne ausfallen, dürfte vor allem von der zuletzt unterdurchschnittlichen Großschadenbelastung und den sogenannten Primary Perils abhängen.
Munich Re-Tochter HSB zielt mit neuer KI-Haftpflicht auf kleinere Unternehmen
Die neue Haftpflichtversicherung der Munich Re-Tochter Hartford Steam Boiler (HSB) soll bei Risiken aus Rechtsstreitigkeiten greifen, die sich aus dem KI-Einsatz ergeben. Zielgruppe sind kleine und mittlere Unternehmen, die zunehmend auf die Technologie setzen.
Lloyd’s zieht Stecker bei Mammut-Digitalisierungsprojekt
Lloyd’s of London wollte im Rahmen der Blueprint-Two-Initiative alle Marktteilnehmer auf einer Plattform vernetzen. Nachdem sich das ehrgeizige Digitalisierungsprojekt immer weiter verzögert hatte, will der Versicherungsmarkt jetzt „Teile der ursprünglichen Projektvision auslaufen“ lassen. Im vergangenen Jahr hat Lloyd’s gut verdient.
Marsh: Weniger Terror-Versicherte trotz komplexer Risiken
In den USA sichern sich immer weniger Unternehmen gegen Terrorismusrisiken ab. Dabei sollten sich die Firmen nicht weniger, sondern mehr mit ihren Risiken auseinandersetzen, schreibt der Großmakler Marsh – der nicht nur ein wirtschaftliches Interesse an dieser Sparte hat.
Swiss Re: Sekundärgefahren nehmen rasant zu
Im Jahr 2025 haben Sekundärgefahren wie Waldbrände, Überschwemmungen und schwere Stürme weltweit 92 Prozent der versicherten Naturkatastrophenschäden von 107 Mrd. Dollar (93 Mrd. Euro) verursacht. Experten warnen: Steigende Exposition und wachsende Verwundbarkeit lassen die Schäden weiter rasant steigen.
GDV: Ein Omnibus für die Branche
Der GDV sieht weiteren Bedarf für eine Entschlackung der europäischen Regulierung der Branche. Der Lobbyverband der deutschen Versicherer spricht sich für ein separates Omnibus-Maßnahmenpaket für den Finanzsektor aus. Fida will er loswerden – und noch anderes.
Alles im grünen Bereich?
Die europäische Green Claims Directive zur Verhinderung von Greenwashing wurde auf Eis gelegt, an ihre Stelle tritt jetzt die EmpCo-Direktive. Was ihre für den 27. September 2026 vorgesehene Umsetzung in deutsches Recht für Versicherer bedeutet, beleuchtet Carsten Zielke, Geschäftsführer von Zielke Research Consult.
Rupprecht: Naturkatastrophen sind versicherbar
Staatliche Lösungen sollte es nur für Risiken geben, die nicht vollständig durch die private Versicherungswirtschaft getragen werden können, betonte Fabian Rupprecht, Chef der Helvetia Baloise Gruppe, auf einer Fachveranstaltung. Bei Naturkatastrophen führe staatliches Einmischen oft dazu, dass Marktmechanismen nicht mehr funktionieren.














