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USA: Rückversicherung für Schiffe soll 20 Mrd. Dollar betragen

Die USA wollen für Schiffe in der Golfregion eine „maritime Rückversicherungslösung“ von bis zu 20 Mrd. Dollar (17,5 Mrd. Euro) bereitstellen, die auch Kriegsrisikodeckungen beinhaltet. Die US International Development Finance Corporation, über die das Versicherungsprogramm laufen soll, ist überzeugt, damit die durch den Iran-Krieg zum Erliegen gekommenen Transporte von Öl und Gas auf dem Seeweg durch die Straße von Hormus wieder ans Laufen zu bringen. Experten bezweifeln das.

Warburg übernimmt Netfonds

Die Private-Equity-Gesellschaft Warburg Pincus übernimmt den Maklerpool und Technologiedienstleister Netfonds aus Hamburg und formt daraus eine Allianz mit dem bereits zur Gruppe gehörenden Pool Blau Direkt. Die beiden Unternehmen sollen sich mit ihren jeweiligen Stärken ergänzen und verstärkt in IT investieren, heißt es. Warburg hat sich bereits 53 Prozent der Aktien gesichert. Bezogen auf alle Anteile beläuft sich das Kaufangebot auf über 182 Mio. Euro.

BaFin fragt: Wie riskant investieren die Versicherer?

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Der Markt für Private Credit – Kredite von Nichtbanken wie Versicherern und Pensionskassen an Unternehmen – wächst weltweit stark. Die BaFin beobachtet das genau, denn Schieflagen könnten eine neue Finanzkrise auslösen. Mit einer Umfrage, die in wenigen Wochen startet, will sie herausfinden, welche Risiken die Versicherer mit ihren Kapitalanlagen eingehen.

Iran-Krieg: Versicherer werden vorsichtiger bei Political-Risk-Deckungen

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Der Angriff der USA und Israels auf den Iran und die damit einhergehende Instabilität der Region hat auch Auswirkungen auf die sogenannten SRCC-Deckungen, die Schäden durch Streiks, Aufstände und zivile Unruhen abdecken (Strikes, Riots, Civil Commotion). Makler berichten von ersten Kündigungen der Verträge durch die Versicherer und zunehmender Vorsicht bei Neuabschlüssen. Die Versicherer selbst zeigen sich eher zugeknöpft.

Schadentrends: Zick-Zack in der Cyberversicherung

Unternehmen investieren immer mehr in ihre Cybersicherheit, die Zahl der Angriffe steigt trotzdem weiter. Der Assekuradeur Coalition nennt das in einer aktuellen Analyse ein „Cyber-Schutz-Paradoxon“. Zumal es mit diesem Widerspruch nicht genug ist: Den steigenden Angriffszahlen stehen nämlich sinkende Schäden gegenüber. Geradlinigkeit ins Trend-Zick-Zack können die Unternehmen selbst bringen.

Die Woche in Bildern 10/2026

Woche in Bildern

Der Krieg im Iran und seine Folgen für den globalen Öl- und Gastransport, der Absturz eines mit Geld beladenen Flugzeugs in Bolivien und das Blutmond-Schauspiel am Himmel: In unserer Woche in Bildern stellen wir Eindrücke der vergangenen sieben Tage zusammen.

Allianz Commercial lagert Entertainment-Underwriting an Reel Media aus

Der Industrieversicherer Allianz Commercial richtet das Geschäft mit Entertainment-Versicherungen neu aus. Künftig übernimmt der Assekuradeur Reel Media das Underwriting für das internationale Portfolio außerhalb der USA. Die Allianz bleibt dabei Risikoträger und stellt weiterhin ihre Kapazität über Allianz Global Corporate & Specialty zur Verfügung. Ziel der strategischen Partnerschaft ist es, das Angebot im Bereich Film-, Produktions-, Veranstaltungs- und Sportversicherungen auszubauen und Kunden sowie Maklern einen zentralen Ansprechpartner zu bieten.

Gallagher Re: Cyber- und Sach-Rückdeckungen kombinieren

Kombinierte Cyber- und Property-Rückdeckungen können eine praktikable Lösung darstellen, um den wachsenden Bedarf an Schutz gegen extreme Cyberereignisse zu decken, glaubt der Rückversicherungsmakler Gallagher Re. In einem Whitepaper zeigt er auf, wie die Verbindung von Cyber-Tail-Risiken mit unkorrelierten Sachkatastrophenrisiken die Preise für die Zedenten verbessern und die Effizienz steigern kann. Das Papier hebt auch die wachsende Rolle der Insurance-Linked Securities (ILS) und der Cyber-Katastrophenanleihemärkte hervor.

Jungsthöfel: „Das ist ein Balanceakt“

Die Nachfrage nach Cyberversicherungen steigt, das Risiko dürfte infolge der wachsenden Bedeutung von künstlicher Intelligenz eher zunehmen, sagte der Vorstandschef der Hannover Rück Clemens Jungsthöfel auf einer Veranstaltung in Leipzig. Um eine Antwort auf die Herausforderung zu finden, seien auch alternative Lösungen nötig. Der GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen sprach in seinem Vortrag von 2026 als einem Jahr der Gesetzgebung.

Trump und die Staatsversicherung

Herbert Frommes Kolumne

US-Präsident Donald Trump hat seine Behörden angewiesen, für die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus Kriegsrisiko-Deckungen „zu einem sehr günstigen Preis“ anzubieten. Wie das genau funktionieren soll, weiß niemand. Aber die Anweisung zeigt, dass die Regierung Trump keine Scheu davor hat, die Versicherung als politisches Mittel zu nutzen. Damit steht Trump nicht allein. Im größten Markt der Welt ist die Versicherungsbranche seit jeher ein politischer Spielball, schreibt Herbert Fromme.

Gallagher: Schiffe erhalten Versicherungsschutz über den Londoner Markt

Die Blockade der Seeschifffahrt in der Straße von Hormus hat nicht allein mit dem mangelnden Angebot an Deckungen für die Tanker zu tun, sondern insbesondere mit dem hohen Risiko einer Durchfahrt – an dem auch eine Versicherung nicht viel ändern würde. Über den Londoner Markt seien weiterhin Deckungen erhältlich, teilte der US-Makler Gallagher mit. Die Ratingagentur Morningstar DBRS sieht in einer staatlich gestützten Backstop-Lösung für die private Versicherungswirtschaft eine deutlich sinnvollere Alternative zu staatlichen Deckungen, wie sie US-Präsident Trump angekündigt hatte.

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