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Stoïk-Chef: „In Deutschland haben alle gesagt, wir würden es nicht schaffen“

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Der französische Cyberassekuradeur Stoïk feiert in diesem Jahr seinen fünften Geburtstag. Für den Co-Gründer und CEO Jules Veyrat hat sich in dieser Zeit kaum etwas verändert: Noch immer hätten zu wenig Unternehmen eine Cyberversicherung, erklärt er im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Und die Risiken werden immer größer – vor allem durch künstliche Intelligenz. Das gilt allerdings auch für die Chancen.

App-Beliebtheit: Ergo stößt Allianz vom Thron

Die Ergo betreibt aus Nutzersicht die beliebteste Anwendung für das Smartphone in der Versicherungsbranche. Zu diesem Ergebnis kommt das Meinungsforschungsinstitut Service Value in einer aktuellen Befragung, die es in Kooperation mit dem Institut der Süddeutschen Zeitung durchgeführt hat. Damit verdrängen die Düsseldorfer die Allianz-App, die das Ranking im Vorjahr angeführt hatte. Bei den Insurtechs belegt der Digitalmakler Clark erneut die Spitzenposition. Branchenübergreifend sind die Apps von Payback und Booking.com am beliebtesten.

Aventus feiert seinen Vierzigsten

Der Maklerkonsolidierer Aventus aus Frankfurt setzt seinen Expansionskurs fort und feiert mit der Übernahme der Osmann Versicherungsvermittlung um Jens Hartramph seinen vierzigsten Zukauf. Der inhabergeführte Makler aus Eisenach soll nach der Integration in die Aventus-Gruppe eigenständig bleiben. Für beide Seiten bedeutet der Schritt eine strategische Stärkung, zusätzliche Expertise und eine solide Basis für nachhaltiges Wachstum in einem sich weiterhin konsolidierenden Markt, heißt es in einer Mitteilung.

GDV fordert neue Gefahrenkategorie für Lithium

Die meisten Brände auf Transportschiffen werden derzeit durch Lithium-Batterien ausgelöst. Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) fordert deswegen, dass die Chemikalie eine eigene Gefahrenklasse bekommt. Die aktuellen Vorschriften reichen dem Verband nämlich nicht aus – zumal das Volumen der Transporte steigt, und damit auch das Risiko.

Mitarbeitende als Markenbotschafter: LVM testet Corporate Influencing

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Wer könnte besser darüber berichten, wie die Arbeit in einem Unternehmen aussieht, als die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Auf dieser Annahme beruht das Konzept der Corporate Influencer – Markenbotschafter aus den eigenen Reihen auf Social Media. Die LVM Versicherung testet das gerade. Corporate-Influencing-Expertin Céline Flores Willers ist überzeugt, dass sich dieser Ansatz lohnt. „Gebt Gas“, lautet ihr Ratschlag an Versicherer. Denn die Branche sei Schlusslicht bei dem Thema.

Verdi: Ergo-Tarifvertrag als Blaupause für die Branche

Viele Versicherer erhoffen sich Effizienzgewinne durch künstliche Intelligenz. Das kann allerdings auch Arbeitsplätze kosten, wie die Pläne der Munich-Re-Tochter Ergo zum Abbau von 1.000 Stellen zeigen. Die Gewerkschaft Verdi will ab dem 26. März 2026 mit dem Arbeitgeberverband einen Tarifvertrag Transformation verhandeln. Dabei soll die mit der Ergo getroffene Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung als Vorbild dienen.

GGW und Weinhold trennen sich

Leute – Aktuelle Personalien

Max Weinhold, führender Manager beim Makler-Konsolidierer GGW, verlässt das Unternehmen zum 1. März 2026. Weinhold war Anfang 2025 CEO von Leading Brokers United geworden, der Tochter, in der GGW alle Maklerunternehmen bündelt. Nachfolger wird Daniel Besendorfer, bis Ende 2022 CEO der Allianz Technology und seither als Berater und Invester im Fintech-Bereich unterwegs. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei der Swiss Re und im Industrieversicherungsbereich der Generali.

Die Woche in Bildern 08/2026

Woche in Bildern

Schwere Sturm- und Flutschäden in Frankreich, Behinderungen der Ostsee-Schifffahrt durch Eis vor Rügen, Überschwemmungen in Hessen, die Explosion eines mit Flüssiggas beladenen Lkws in Chile und entgleiste Tankwagen in Österreich: In unserer Woche in Bildern stellen wir Eindrücke der vergangenen sieben Tage zusammen.

Kleinlein: Zillmer-Verbot bei der geförderten Altersvorsorge läuft ins Leere

Ein Verbot der sogenannten Zillmerung für die Angebote von Versicherern im Rahmen des Altersvorsorgereformgesetz würde die hohen Zahlungen an den Vertrieb nicht nennenswert reduzieren, warnt Axel Kleinlein, Versicherungsmathematiker und früherer Chef der Verbraucherschutzorganisation Bund der Versicherten. Das stehe den Plänen der Regierung entgegen, die bezwecken wollen, dass die Angebote der Versicherer mit faireren Abschlusskosten kalkuliert werden.

Swiss Re Corso erwirbt QBE-Einheit

Swiss Re Corporate Solutions übernimmt das Kredit- und Kautionsgeschäft von QBE in Australien, Neuseeland und Großbritannien. Der Zukauf soll rund 200 Mio. Dollar zusätzlichen Jahresumsatz bringen und so die globale Credit-and-Surety-Plattform stärken, schreiben die Schweizer in einer Mitteilung. Swiss Re-CEO Andreas Berger hatte bereits kürzlich im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor die Bedeutung des Kreditversicherungsgeschäfts unterstrichen.

Hackerangriff auf die Bahn verursacht große wirtschaftliche Einbußen

Das Buchungssystem der Deutschen Bahn ist Opfer einer DDoS-Attacke geworden und funktionierte mehrere Tage nicht oder nur eingeschränkt. Laut dem Cyberversicherungsexperten Hanno Pingsmann können solche Ausfälle zu Umsatzeinbußen in Millionenhöhe führen – pro Tag. Auch der Medienkonzern RTL Group ist wohl Opfer eines Hackerangriffs geworden. Die Angreifer behaupten, das Intranet des Unternehmens gehackt und persönliche Daten von über 27.000 Mitarbeitern gestohlen zu haben.

Sturm „Nils“ in Frankreich wird teuer

Sturm „Nils“, der in der vergangenen Woche über den französischen Südwesten gefegt ist, hat zu hohen versicherten Schäden geführt. Die Ratingagentur DBRS Morningstar hält eine Gesamtbelastung von mehr als 3 Mrd. Euro für möglich. Die Analysten loben das öffentlich-privat organisierte System der automatischen Deckung gegen Elementarschäden in Frankreich. Dadurch habe das Land eines der „umfassendsten und stabilsten Versicherungssysteme für Naturkatastrophen in Europa“.

Waniwani oder welches Potenzial hat Chat GPT für den Vertrieb?

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Auch in Deutschland könnte es bald die ersten Chat GPT-Apps von Versicherern oder Insurtechs geben: Das KI-Unternehmen Waniwani ist im Gespräch mit mehreren Unternehmen, Namen nennt es allerdings noch nicht. Mitgründer Raphaël Vullierme zeigt sich überrascht, welche Dynamik der deutsche Markt in den vergangenen Monaten gewonnen hat. Er kennt ihn gut: Vullierme war Gründer des mittlerweile in der Allianz Direct aufgegangenen Assekuradeurs Luko.

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