Nachrichten
Die Woche in Bildern 04/2026
Drei schwere Zugunglücke in Spanien mit vielen Todesopfern, Waldbrände in Chile, eine durch Glatteis verursachte Unfallserie auf der A44 mit Toten und Verletzten, Sturmschäden im Mittelmeerraum, das Weltwirtschaftsforum in Davos und Nordlichter über Europa: In unserer Woche in Bildern stellen wir Eindrücke der vergangenen sieben Tage zusammen.
EuGH-Urteil regelt Aufsicht über europaweit tätige Versicherer
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) muss aktuell einige Fragestellungen zu Solvency II klären. Am Donnerstag hat das Gericht eine erste Entscheidung getroffen, die mehr Klarheit über die Aufsicht von Versicherern bringt, die in mehreren EU-Ländern tätig sind. Das Urteil weitet unter anderem den Anwendungsbereich von Teilen der Solvency-II-Richtlinie auf die Anlegerinformations-Verordnung PRIIP und die Vermittlerrichtlinie IDD aus. Zudem stellt es klar, welche Aufsichtsbehörden Geldbußen verhängen können.
Stellenabbau: Fluktuation allein reicht bei Ergo nicht aus
Die Munich Re hatte Anfang Januar mit dem Plan, Stellen in der IT und Verwaltung nach Indien und Polen zu verlagern, für Furore gesorgt. Frei werdende Stellen sollen nicht oder nur an anderen Standorten als Deutschland nachbesetzt werden. Bei der Tochter Ergo reicht die natürliche Fluktuation für die gesetzten Ziele womöglich nicht aus, räumt der neue Munich Re-Chef Christoph Jurecka jetzt ein. Ein Grund ist die künstliche Intelligenz, die viele Jobs tiefgreifend verändert. Kündigungen soll es aber nicht geben, stattdessen Weiterbildungs- und Abfindungsangebote.
Teure Blechschäden: Carsharing belastet Versicherer
Die Stadtwerke Brühl haben ihr Carsharing-Angebot zum Jahreswechsel eingestellt. Grund: Die Kfz-Versicherung wurde so teuer, dass sich der Betrieb nicht mehr lohnte. Andere Anbieter kämpfen ebenfalls mit steigenden Prämien. Denn der größte Versicherer des Segments ist unter Druck.
PKV-Beitragsanstieg beschäftigt Verbraucherzentrale
Privatpatienten suchen Unterstützung wegen steigender Beiträge für ihren Versicherungsschutz. Die Verbraucherzentrale Hamburg berichtet, dass sich aktuell besonders viele Menschen wegen einer Beitragserhöhung ihrer privaten Krankenversicherung (PKV) an sie wenden. In mehreren Fällen gehe es um einen Anstieg um 50 Prozent oder mehr. Die Verbraucherzentrale fordert alle Betroffenen auf, sich zu melden, um sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen.
Bäte sieht Demokratie durch Demografie gefährdet
Allianz-Chef Oliver Bäte macht die zahlenmäßige Übermacht älterer Menschen in Deutschland für viele der aktuellen Probleme verantwortlich. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sagte er, dies stecke hinter vielen Phänomen wie dem Mangel an Risikofreudigkeit und Innovation bis hin zu den fehlenden Infrastruktur-Investitionen. Wenn Interessengruppen die Mehrheit stellten, sei dies sogar eine Gefahr für die Demokratie, ergänzte Bäte. Doch auch an Jüngere hatte er eine Forderung.
Beazley gibt Zurich eine Abfuhr
Der Londoner Spezialversicherer Beazley hat ein Übernahmeangebot der Zurich als zu niedrig abgelehnt. Der Vorstand schreibt in einer Erklärung, dass man weiterhin daran interessiert sei, den Unternehmenswert zu steigern, allerdings nicht zu diesen Bedingungen. Beazley hatte bereits im vergangenen Jahr ein Angebot von Zurich abgelehnt, das über der aktuellen Offerte gelegen hatte. Zurich wollte nicht Stellung nehmen.
Wegen Trump: Unternehmen wollen Kapital aus den USA abziehen
Die eigenwillige Politik des US-Präsidenten Donald Trump erreicht erneut die Kapitalmärkte. Der dänische Pensionsfonds Akademiker Pension hat bekannt gegeben, sich von US-Staatsanleihen im Wert von rund 100 Mio. Dollar (85 Mio. Euro) trennen zu wollen. Die Investmentgesellschaft Pimco, eine Tochter der Allianz, will ebenfalls Kapital aus den USA abziehen. Chief Investment Officer Daniel Ivascyn macht keinen Hehl daraus, dass die wechselhaften Maßnahmen Trumps dabei eine Rolle spielen. Andere Versicherer halten sich dagegen lieber bedeckt, was die Zukunft ihrer US-Investments angeht.
Deutsche CEOs ringen mit KI
Mehr als die Hälfte der CEOs in Deutschland beschäftigen sich mit der Frage, ob ihr Unternehmen mit der Geschwindigkeit des technologischen Wandels mithalten kann. Das zeigt eine aktuelle Studie des Wirtschaftsprüfers und Beraters PwC. Laut den Umfrageergebnissen haben sich Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) bislang kaum gelohnt. Trotzdem sehen sich hiesige Geschäftsführer gut gerüstet für die Zukunft.













