Versicherer
Deutsche CEOs ringen mit KI
Mehr als die Hälfte der CEOs in Deutschland beschäftigen sich mit der Frage, ob ihr Unternehmen mit der Geschwindigkeit des technologischen Wandels mithalten kann. Das zeigt eine aktuelle Studie des Wirtschaftsprüfers und Beraters PwC. Laut den Umfrageergebnissen haben sich Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) bislang kaum gelohnt. Trotzdem sehen sich hiesige Geschäftsführer gut gerüstet für die Zukunft.
Beazley reagiert verhalten auf Übernahmeangebot
Das aktualisierte Übernahmeangebot der Zurich kann die Vorstände des Versicherers Beazley spontan nicht begeistern. Auf eine entsprechende Offerte reagierte das Management verhalten. Man habe noch keine Gelegenheit gehabt, das Angebot zu prüfen, heißt es in einer Mitteilung. Die Aktionäre von Beazley bittet der Versicherer, erst einmal die Füße still zu halten.
Allianz bleibt wertvollste Versicherermarke
Die Allianz freut sich über einen „Meilenstein“ in der Bewertung ihrer Marke. Das Beratungsunternehmen Brand Finance sieht in den Münchenern die wertvollste Versicherermarke der Welt. Mit einem Markenwert von 60,7 Mrd. Dollar (51,8 Mrd. Euro) landen sie auf Platz 21 unter den 500 wertvollsten Marken weltweit. Mit dabei, aber weit abgeschlagen sind auch die Munich Re und die Hannover Rück.
GDV reagiert auf Schäden durch Phantomfrachtführer
Sogenannte Phantomfrachtführer setzen den Transportversicherern zu. Dabei übernehmen vermeintliche Frachtfirmen den Transport von Lkw-Ladungen und machen sich damit aus dem Staub. Weil die Schäden zuletzt stark zugenommen haben, plant der Gesamtverband der Versicherer (GDV) Änderungen der Musterbedingungen für die Verkehrshaftungsversicherung. Kunden sollen ihre Belegschaft über das Phänomen aufklären und im Schadenfall einen Selbstbehalt übernehmen.
Das Insurlab Germany stellt sich neu auf
Das Insurlab Germany richtet sich neu aus. Für den 2017 gegründeten Verein, der Innovation und Digitalisierung in der Versicherungsbranche voranbringen will, stehen künftig drei Kernthemen im Fokus. Dazu zählt auch die Frage, wie sich Projekte mit künstlicher Intelligenz skalieren lassen – ein Thema, das derzeit viele Versicherer umtreibt. Zudem soll die Praxisorientierung stärker in den Vordergrund rücken, erklärt Insurlab-Geschäftsführer Philipp Johannes Nolte.
Gut informierte Versicherte wechseln seltener
Zum 1. Januar 2026 haben rund 7 Prozent der Kundinnen und Kunden in der Kfz-Versicherung ihren Anbieter gewechselt. Das zeigt eine Erhebung der Unternehmensberatung Sirius Campus. Wenn die Versicherten vom Umfang der Prämienerhöhung überrascht werden, sind sie demnach wechselwilliger als die bereits vorbereiteten Versicherten. Allianz und HUK-Coburg gehören erneut zu den Versicherern, die am meisten Neugeschäft gewinnen konnten.
KI sorgt für mehr Wirtschaftskriminalität
Die immer größeren Möglichkeiten durch künstliche Intelligenz sorgen dafür, dass Wirtschaftskriminelle erfolgreicher operieren. Die Schäden durch den sogenannten Fake-President-Betrug haben sich beispielsweise im vergangenen Jahr vervielfacht, berichtet der Kreditversicherer Allianz Trade. E-Mails könnten inzwischen mithilfe der KI täuschend echt nachgemacht werden, auch Deepfakes werden immer glaubwürdiger. Schützen könnten sich Unternehmen nur durch eine Mischung aus guter Unternehmenskultur und technischen Maßnahmen.
Stoïk sammelt 20 Mio. Euro ein
Der französische Cyber-Assekuradeur Stoïk hat in einer Series-C-Finanzierungsrunde 20 Mio. Euro eingesammelt. Das Geld will das Unternehmen in seine technologische Expertise investieren – und dafür auch neues Personal einstellen. Für den CEO Jules Veyrat ist es der nächste logische Schritt, immerhin sei das Geschäftsmodell inzwischen „belastbar belegt“. Die Investoren scheinen überzeugt, darunter ein Veyrat bestens Bekannter: sein Vater.
Sascha Brehm ist neuer Risikochef bei Munich Re
Die Munich Re hat zum Jahresbeginn einen neuen Group Chief Risk Officer bekommen: Sascha Brehm folgt auf Markus Hummel, der den Chefposten beim konzerneigenen Vermögensverwalter Meag übernommen hat. Brehm übernimmt auch seinen Sitz im Verwaltungsrat der Züricher Tochter New Re. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Cyberspezialisten Baobab, dem Rückversicherungsmakler Guy Carpenter und dem österreichischen Makler Greco.
KI scheitert noch an fehlendem Vertrauen
Obwohl 69 Prozent der Versicherer weltweit künstliche Intelligenz (KI) einsetzen, gelangen nur 11 Prozent der entwickelten Use Cases in den Produktivbetrieb, schreibt der Berliner Automatisierungsexperte Camunda in einer aktuellen Studie. Das Problem liege im mangelndem Vertrauen der Gesellschaften in die Technologie: Viele Häuser befürchten, dass unkontrollierte KI-Agenten bestehende Prozessprobleme verschärfen könnten. Das führe dazu, dass der überwiegende Teil der eingesetzten KI-Agenten immer noch als Chatbots oder Assistenzsysteme arbeiten und keine geschäftskritischen Prozesse steuern.
Zurich bietet Milliarden für Beazley
Der Schweizer Versicherer Zurich hat dem britischen Spezialversicherer Beazley ein Übernahmeangebot in Milliardenhöhe unterbreitet und damit für viel Bewegung auf dem Kapitalmarkt gesorgt. Zu einem Kaufpreis von 1.280 Pence (14,72 Euro) je Aktie in bar will der Schweizer Konzern das in London ansässige Unternehmen vollständig übernehmen. Das Angebot entspricht einem Gesamtkaufpreis von rund 7,7 Mrd. Pfund.
Makler Ardonagh bündelt MGAs auf neuer europäischer Plattform
Die britische Ardonagh Group will die zur Gruppe gehörenden Assekuradeure in Europa auf einer neuen Plattform bündeln. Dafür hat die Tochter Ardonagh Europe die neue Gesellschaft Orvia Underwriting ins Leben gerufen. Als erstes wird ein deutsches Unternehmen auf Orvia übertragen.
Allianz steigt beim Kfz-Start-up Wrisk ein
Die Allianz vertieft ihre Beziehung zu Wrisk: Aus der 2019 gestarteten Kooperation im Kfz-Geschäft wird nun eine Beteiligung. Im Rahmen der Serie-B-Finanzierungsrunde steigt Allianz Holdings plc, die britische Holding der Allianz-Gruppe, als strategischer Investor bei der digitalen Plattform ein. Wrisk, ein Start-up aus London, ist auf eingebettete Versicherungen für den Automobilsektor spezialisiert. Die Mittel sollen in die internationale Expansion und den Ausbau der Daten- und Analysefähigkeiten fließen, heißt es.














